Die Bachforelle (Salmo trutta fario) ist der edle Leitfisch der Forellenregion und eine der beliebtesten Zielarten am klaren Fließgewässer. Wer ihre Einstände liest und sich pirschend nähert, überlistet sie mit Fliege, Spinner oder Naturköder.
Größe: meist 20-40 cm, in nahrungsreichen Gewaessern ueber 60 cmLaichzeit: Oktober bis JanuarNahrung: Insekten und deren Larven, Bachflohkrebse, kleine Fische; groessere Exemplare jagen auch Brut und Amphibien
Beste Zeit zum Bachforelleangeln
Die beste Zeit beginnt im Frühjahr, sobald sich das Wasser erwärmt, und reicht durch den ganzen Sommer. An warmen Tagen bringen der frühe Morgen, der späte Abend und die Dämmerung die meiste Aktivität, häufig passend zum Insektenschlupf; im Hochsommer stehen die Fische träge tief und nehmen dann eher die Nymphe oder einen Grundköder. Über die Laichzeit im Herbst und Winter gilt eine Schonzeit samt Mindestmaß, deren genaue Termine jedes Bundesland selbst festlegt und die vor dem Angeln zu prüfen sind.
Wo steht der Bachforelle?
Hinter großen Steinen mitten in der Strömung, wo die Forelle im Strömungsschatten steht und vorbeitreibende Nahrung abfängt
Strömungskanten zwischen schnellem und ruhigem Wasser sowie Kehrströmungen
Tiefe Gumpen und Kolke unterhalb von Rauschen, Wehren und Schwellen
Unterspülte Ufer, überhängende Äste und schattige Uferkanten
Totholz, umgestürzte Bäume, Wurzeln und Brückenpfeiler als Deckung
Ein- und Ausläufe sowie Einmündungen von Seitenbächen mit wechselnder Strömung
Tiefe Rinnen in den Außenkurven, die die Strömung direkt am Ufer ausspült
Methoden zum Bachforelleangeln
Fliegenfischen (Trocken/Nymphe)
Die klassische und schonendste Methode am Bach. Die Trockenfliege (etwa Adams, CDC-Muster, Parachute) kommt zum Einsatz, wenn Fische sichtbar steigen oder Insekten auf dem Wasser treiben. Bleibt die Oberfläche ruhig oder stehen die Forellen im Hochsommer tief, bringt die beschwerte Nymphe (Goldkopf, Hare's Ear) den Biss. In beiden Fällen wird stromauf geworfen und der Köder frei mit der Strömung antreiben gelassen, damit er natürlich driftet.
Spinnfischen (Spinner/Kleinwobbler)
Leichtes Gerät, dazu ein kleiner Spinner (Gr. 0–2) in Silber, Gold oder Kupfer oder ein Kleinwobbler von 3–7 cm. Der Köder wird stromauf oder quer geworfen und so langsam wie möglich knapp an den vermuteten Einständen vorbeigeführt, damit die kopfüber gegen die Strömung stehende Forelle ihn gut im Blick hat. An tiefen Gumpen arbeiten etwas schwerere Spinner oder tiefer tauchende Wobbler.
Naturköder (wo erlaubt)
Wo die Gewässerordnung es zulässt, fangen Tauwurm, Rotwurm sowie Bienen- und Fliegenmaden zuverlässig, angeboten am leicht bebleiten Vorfach und mit der Strömung an die Einstände gerollt. Ein zügiger Anhieb hält den Haken vorn im Maul und erlaubt ein schonendes Zurücksetzen untermaßiger Fische. An vielen Forellenstrecken sind zum Schutz der Jungfische ausschließlich Spinn- und Fliegenfischen freigegeben.
Köder für Bachforelle
Bachforellen jagen alles, was ins Maul passt – von Insekten und deren Larven über Bachflohkrebse bis zu kleinen Fischen. Entsprechend breit ist die Köderpalette; an vielen Forellenstrecken regelt die Gewässerordnung, welche Köder erlaubt sind.
Spinner (Gr. 0–2) — Der Klassiker am Bach: kleines Spinnerblatt in Silber, Gold oder Kupfer, langsam gegen die Strömung geführt. Reizt über Vibration und Blitz auch am helllichten Tag zum Biss und deckt Einstände schnell ab.
Trockenfliege/Nymphe — Trockenfliegen (Adams, CDC, Parachute) für an der Oberfläche steigende Fische, beschwerte Goldkopf-Nymphen für tief stehende Forellen. Die naturnächste und am Fisch schonendste Präsentation.
Kleinwobbler — Schlanke Minnow-Imitationen von 3–7 cm in natürlichen Dekoren, gern als Suspender oder langsam sinkendes Modell. Ideal, um Gumpen und tiefere Rinnen gezielt abzusuchen.
Wurm/Bienenmade (wo erlaubt) — Tauwurm, Rotwurm sowie Bienen- und Fliegenmaden am fein bebleiten Vorfach, mit der Strömung an den Einstand gerollt. Wo erlaubt sehr fängig; ein früher Anhieb setzt den Haken vorn und schont untermaßige Fische beim Zurücksetzen.
Am klaren, oft flachen Bach zählen feines, unauffälliges Gerät und eine natürliche Köderführung. Zwei Grundmontagen decken die wichtigsten Methoden ab.
Schnur: feines Fluorocarbon-Vorfach; durchweg leichtes Gerät; den Durchmesser an die klare Sichtigkeit des Wassers anpassen – je klarer das Wasser, desto feiner
Am fängigsten sind kleine Spinner (Gr. 0–2), Trockenfliegen und Nymphen sowie Kleinwobbler bis etwa 7 cm. Wo die Gewässerordnung es erlaubt, funktionieren auch Tauwurm und Maden. Entscheidend ist eine feine, natürliche Präsentation gegen die Strömung.
Wann ist die beste Zeit?
Von Frühjahr bis Sommer nach Ende der Schonzeit, mit den besten Chancen in den frühen Morgen- und späten Abendstunden sowie in der Dämmerung, oft rund um den Insektenschlupf. Im Herbst und Winter schützt die Schonzeit die laichenden Fische.
Welche Montage für Forelle im Bach?
Zum Fliegenfischen Fliegenschnur → verjüngtes Vorfach → Tippet (ca. 0,16 mm) → Fliege. Zum Spinnfischen eine leichte Rute, dünne Hauptschnur und ein feines Fluorocarbon-Vorfach mit kleinem Spinner oder Wobbler. In beiden Fällen so fein wie möglich fischen und stromauf präsentieren.