Angeln in der Ostsee: Reviere, Fische & Methoden
Die Ostsee ist das uferfreundlichste Meer für deutsche Angler: salzarmes, oft flaches Brackwasser mit langen Stränden, Molen, Seebrücken und Steilküsten, an denen man vielerorts frei angelt. Dieser Überblick zeigt die besten Reviere und Spots, die Zielfische von Dorsch bis Meerforelle, die passenden Methoden — und was beim Angeln vom Ufer gilt.
Die Ostsee-Reviere im Überblick
Regeln, Mindestmaße, Schonzeiten und Schutzzonen unterscheiden sich je Bundesland — die verbindlichen Angaben stehen auf den Revierseiten:
- Meeresangeln Mecklenburg-Vorpommern (Ostsee) — Regeln, Maße & Fangbeschränkungen
- Meeresangeln Schleswig-Holstein (Ostsee) — Regeln, Maße & Fangbeschränkungen
Zielfische der Ostsee
Methoden für die Ostsee
- Brandungsangeln — Vom Strand mit langer Rute weit in die Brandung — die Küstenmethode auf Dorsch, Scholle, Flunder und Wittling, besonders stark in Herbst und Dämmerung.
- Meerforelle angeln an der Küste — Das Silber der Küste mit der Wathose: Küstenspinnfischen auf Meerforelle mit Blinker und Küstenwobbler — im Frühjahr und Herbst am besten.
- Heringsangeln — Mit dem Heringsvorfach (Paternoster) von Seebrücke, Mole und Hafen — die Frühjahrsmethode auf die silbernen Schwärme der Ostsee.
- Hornhecht angeln — Der Silberpfeil im Frühsommer: Hornhecht mit der Wasserkugel von Mole und Steg — Hauptsaison Mai bis Anfang Juni.
- Pilken — Mit schwerem Metallköder vom Boot oder Kutter über Grund — die aktive Ostsee-Methode auf Dorsch, dazu Makrele und Wittling als Beifang.
- Plattfischangeln — Mit Buttlöffel und Wurm auf Scholle, Flunder und Kliesche — vom driftenden Boot oder aus der Brandung, der Futterneid der Platten macht es aus.
Spots an der Ostseeküste
12 erfasste Küstenspots von Rügen bis zur Kieler Förde — Seebrücken, Molen, Steilküsten und Brandungsstrände:
- Seebrücke Sellin · Rügen
- Mole Sassnitz · Rügen
- Seebrücke Heringsdorf · Usedom
- Buhnen Ahrenshoop · Fischland-Darß
- Steilküste Rerik · Rerik / Wismarbucht
- Seebrücke Kühlungsborn · Kühlungsborn
- Steilküste Brodtener Ufer · Lübecker Bucht / Travemünde
- Hafen Heiligenhafen · Heiligenhafen
- Steilküste Katharinenhof · Fehmarn
- Brandungsstrand Markelsdorfer Huk · Fehmarn
- Mole Laboe · Kieler Förde / Laboe
- Mole Schleimünde · Schlei-Mündung / Maasholm
Angeln auf Fehmarn — das Top-Revier der westlichen Ostsee im Detail.
Beste Zeit & Angelschein
Die Ostsee liefert das ganze Jahr: Hering im Frühjahr (Februar bis Mai) von Molen und Seebrücken, Hornhecht im Mai, Meerforelle vor allem im Frühjahr und Herbst watend, Dorsch und Plattfisch in der Brandung von Herbst bis Frühjahr. Zum Angeln brauchst du in der Regel einen Fischereischein und die Fischereiabgabe des Bundeslands; für den Dorsch gelten strenge, jährlich angepasste EU-Baglimits. Die verbindlichen Regeln je Land stehen auf den Revierseiten oben.
Häufige Fragen
Kann man in der Ostsee vom Ufer angeln?
Ja — die Ostseeküste ist besonders uferfreundlich: An vielen Stränden, Molen, Seebrücken und Steilküsten kann man frei angeln. Vom Ufer fängt man mit der Brandungsmontage Dorsch und Plattfisch, mit Blinker und Küstenwobbler watend die Meerforelle und mit dem Heringsvorfach im Frühjahr den Hering.
Braucht man zum Angeln in der Ostsee einen Angelschein?
In der Regel ja: einen gültigen Fischereischein und die Fischereiabgabe des Bundeslands. Die genauen Regeln, Mindestmaße und Schutzzonen stehen auf den Revierseiten für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Für den Dorsch gelten zusätzlich jährlich angepasste EU-Baglimits.
Welche Fische fängt man in der Ostsee?
Vor allem Dorsch, Meerforelle, Hering und Hornhecht, dazu Plattfische wie Scholle und Flunder sowie im Sommer Makrele. Welcher Fisch wann beißt, hängt stark von der Jahreszeit ab.
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