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Regeln · alle Bundesländer

Nachtangeln: Wo ist es erlaubt? Alle Bundesländer

Ob du nachts ans Wasser darfst, entscheidet Landesrecht — und die Länder gehen dabei deutlich auseinander.

Bundesland Status Kurz Fundstelle
Baden-Württemberg Erlaubt Nachtangeln ist in Baden-Württemberg seit Februar 2022 landesweit erlaubt — ausgenommen Bodensee und die Stauhaltungen beim Kraftwerk Rheinau. § 3 LFischVO (ohne Nachtzeitbeschränkung); Ermächtigung § 44 Abs. 1 Nr. 11 FischG
Bayern Mit Einschränkungen Bayern kennt kein landesweites Nachtangelverbot — Beschränkungen kommen von den Bezirken und vom Gewässerbewirtschafter. § 11 Abs. 5, § 15 Abs. 2 AVBayFiG
Berlin Erlaubt Nachtangeln ist in Berlin erlaubt — das Landesrecht enthält keine Tageszeit-Beschränkung für die Angelfischerei. keine Zeitbeschränkung in §§ 15–18 LFischO; vgl. § 24 Abs. 1 LFischO (künstliches Licht)
Brandenburg Landesrechtlich offen Kein landesrechtliches Nachtangelverbot — Nachtangeln ist in Brandenburg grundsätzlich möglich. kein Paragraph einschlägig (BbgFischO §§ 1–29, BbgFischG §§ 1–44)
Bremen Landesrechtlich offen Kein landesrechtliches Nachtangelverbot — maßgeblich sind Gewässerordnung und Erlaubnisschein. keine Regelung zur Nachtzeit (vgl. § 4 BremFischV, Schonzeiten)
Hamburg Mit Einschränkungen Kein generelles Nachtangelverbot, aber der Fischfang mit künstlichem Licht ist verboten. § 15 Abs. 1 HmbFAnG; § 4 Abs. 2 HmbFAnGDVO
Hessen Landesrechtlich offen Kein landesrechtliches Nachtangelverbot — aber künstliches Licht als Fangmittel ist verboten. § 9 HFischV (künstliches Licht); keine Nachtzeitregelung
Mecklenburg-Vorpommern Landesrechtlich offen Kein landesrechtliches Nachtangelverbot — nächtliches Angeln ist damit grundsätzlich zulässig. §§ 11, 12 LFischG M-V; §§ 1–13 BiFVO M-V (keine Nachtzeit-Regelung)
Niedersachsen Erlaubt Kein landesrechtliches Nachtangelverbot — Angeln bei Nacht ist in Niedersachsen zulässig. § 44 Abs. 1 Nr. 3 Nds. FischG (kein Nachtangelverbot in Gesetz und BiFischO)
Nordrhein-Westfalen Mit Einschränkungen Zeitlich erlaubt — aber künstliches Licht beim Fischfang ist in NRW verboten. § 39 Abs. 1 LFischG (i. V. m. § 55 Abs. 2 Nr. 5)
Rheinland-Pfalz Erlaubt Kein landesrechtliches Nachtangelverbot — Einschränkungen kommen nur über Gewässerordnung und Erlaubnisschein. keine Regelung in LFischG und LFischO
Saarland Verboten Nachtangeln ist im Saarland grundsätzlich verboten; die Nachtzeit ist saisonal definiert (Sommer 23–5 Uhr, Winter 19–7 Uhr). § 10 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2–4 LFO
Sachsen Erlaubt Erlaubt — kein landesrechtliches Nachtangelverbot, aber künstliches Licht als Fangmittel ist verboten. § 24 Abs. 1 Nr. 3 SächsFischG i. V. m. § 4 Abs. 4 SächsFischVO
Sachsen-Anhalt Landesrechtlich offen Kein landesrechtliches Nachtangelverbot — Nachtangeln ist zulässig, soweit Gewässerordnung oder Erlaubnisschein nichts anderes bestimmen. keine Regelung (vgl. § 1 Abs. 4 Satz 2 FischO LSA, Beaufsichtigungspflicht)
Schleswig-Holstein Erlaubt Nachtangeln ist landesrechtlich nicht verboten — aber künstliches Licht als Fangmittel ist untersagt. § 31 Abs. 1 LFischG (künstliches Licht); kein Nachtangelverbot im Landesrecht
Thüringen Landesrechtlich offen Kein landesrechtliches Nachtangelverbot — es zählt die Gewässerordnung bzw. der Erlaubnisschein. keine Regelung (vgl. § 15 Abs. 5, § 16 Abs. 3 ThürFischAVO)

Je Land am amtlichen Gesetzes- bzw. Verordnungstext geprüft, Stand Juli 2026. Die Gewässerordnung des Bewirtschafters kann strenger sein. Ohne Gewähr.

Nachtangeln: worum es geht

Nachtangeln meint das Angeln zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Einige Länder haben ihr früheres Nachtangelverbot aufgehoben, andere beschränken die Angelzeit weiterhin — oft mit Ausnahmen für bestimmte Arten wie Aal oder Wels. Wo das Landesrecht schweigt, entscheidet der Fischereiberechtigte über die Gewässerordnung oder den Erlaubnisschein.

Häufige Fragen

Brauche ich zum Nachtangeln in Deutschland eine besondere Karte?

Das regelt nicht das Land, sondern der Bewirtschafter. Viele Vereine und Verbände geben für die Nachtstunden eine gesonderte oder erweiterte Erlaubniskarte aus — teils gegen Aufpreis, teils nur für bestimmte Gewässerabschnitte. Maßgeblich ist immer, was auf deinem Erlaubnisschein steht.

Was gilt in Naturschutzgebieten?

Schutzgebietsverordnungen gehen dem allgemeinen Fischereirecht vor. In Naturschutz-, Landschaftsschutz- und Natura-2000-Gebieten kann das Betreten zur Nachtzeit untersagt sein, auch wenn das Fischereirecht des Landes das Nachtangeln zulässt. Prüfe deshalb zusätzlich die Verordnung des jeweiligen Schutzgebiets.

Zählt die Dämmerung schon als Nacht?

Wo Länder die Angelzeit begrenzen, knüpfen sie meist an Sonnenauf- und Sonnenuntergang an, häufig mit einem Puffer von einer Stunde davor und danach. Der genaue Bezugspunkt steht in der jeweiligen Verordnung — die Detailseite deines Bundeslands nennt ihn mit Fundstelle.

Weitere Regeln im Vergleich

Setzkescher in allen BundesländernBlei-Verbot in allen Bundesländern. Schonzeiten und Mindestmaße stehen in der Schonzeiten-Übersicht; für ein konkretes Datum hilft der Fang-erlaubt-Checker.