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Nachtangeln · Sachsen

Nachtangeln in Sachsen: erlaubt oder verboten?

Erlaubt

Was dahintersteht

Weder die Sächsische Fischereiverordnung noch das Sächsische Fischereigesetz enthalten eine Nachtzeit- oder Uhrzeitbeschränkung für die Handangelfischerei; § 4 SächsFischVO regelt nur Anbissstellen, Rutenzahl und Aufsicht. Zu beachten: § 24 Abs. 1 Nr. 3 SächsFischG verbietet künstliches Licht als Fangmittel, und § 4 Abs. 4 SächsFischVO verlangt ständige Beaufsichtigung der Handangeln — elektronische Bissanzeiger ersetzen die Aufsicht nicht.

Abweichungen & Sonderfälle in Sachsen

Gilt fürRegelung
Fangmittel künstliches LichtFischfang unter Einsatz künstlichen Lichts ist nach § 24 Abs. 1 Nr. 3 SächsFischG verboten; Ausnahmen nur durch die Fischereibehörde.
Gewässerordnung / ErlaubnisscheinPächter und Fischereiausübungsberechtigte können das Nachtangeln über Gewässerordnung, Hegeplan oder Erlaubnisschein zeitlich beschränken.
SchonbezirkeIn Schonbezirken nach § 25 SächsFischG gelten die dort per Allgemeinverfügung festgesetzten Zeiten.

Nach Landesrecht bzw. der jeweils genannten Sonderregelung. Ohne Gewähr.

Rechtsgrundlage & Stand

RechtsgrundlageSächsische Fischereiverordnung (SächsFischVO) / Sächsisches Fischereigesetz (SächsFischG)
Fundstelle§ 24 Abs. 1 Nr. 3 SächsFischG i. V. m. § 4 Abs. 4 SächsFischVO
Fassung / StandSächsFischVO Fassung vom 01.06.2022; SächsFischG Fassung vom 26.05.2012
Amtlicher Texthttps://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/19620-Saechsische-Fischereiverordnung-

Am amtlichen Text geprüft. Die Gewässerordnung kann strenger sein. Ohne Gewähr.

Nachtangeln: worum es geht

Nachtangeln meint das Angeln zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Einige Länder haben ihr früheres Nachtangelverbot aufgehoben, andere beschränken die Angelzeit weiterhin — oft mit Ausnahmen für bestimmte Arten wie Aal oder Wels. Wo das Landesrecht schweigt, entscheidet der Fischereiberechtigte über die Gewässerordnung oder den Erlaubnisschein.

Häufige Fragen

Brauche ich zum Nachtangeln in Sachsen eine besondere Karte?

Das regelt nicht das Land, sondern der Bewirtschafter. Viele Vereine und Verbände geben für die Nachtstunden eine gesonderte oder erweiterte Erlaubniskarte aus — teils gegen Aufpreis, teils nur für bestimmte Gewässerabschnitte. Maßgeblich ist immer, was auf deinem Erlaubnisschein steht.

Was gilt in Naturschutzgebieten?

Schutzgebietsverordnungen gehen dem allgemeinen Fischereirecht vor. In Naturschutz-, Landschaftsschutz- und Natura-2000-Gebieten kann das Betreten zur Nachtzeit untersagt sein, auch wenn das Fischereirecht des Landes das Nachtangeln zulässt. Prüfe deshalb zusätzlich die Verordnung des jeweiligen Schutzgebiets.

Zählt die Dämmerung schon als Nacht?

Wo Länder die Angelzeit begrenzen, knüpfen sie meist an Sonnenauf- und Sonnenuntergang an, häufig mit einem Puffer von einer Stunde davor und danach. Der genaue Bezugspunkt steht in der jeweiligen Verordnung — die Detailseite deines Bundeslands nennt ihn mit Fundstelle.

Weiter prüfen

Die übrigen Regeln in Sachsen stehen auf eigenen Seiten: Setzkescher SachsenBlei-Verbot Sachsen. Schonzeiten und Mindestmaße in Sachsen findest du in der Übersicht Sachsen; ob dein Zielfisch heute entnommen werden darf, beantwortet der Fang-erlaubt-Checker.

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