Angeln · Praxis
Bachsaibling Montage: die passenden Rigs
Beim Bachsaibling entscheidet die Tiefe über den Erfolg. Zwei Montagen decken die Praxis ab: eine stationäre Grundmontage mit Auftriebskörper für den Forellensee und eine sinkende Sbirolino-Montage, mit der du das freie Wasser Schicht für Schicht abfischst. Beide baust du in wenigen Minuten auf und fischst sie mit vorhandenem Forellengerät.
Grundmontage mit Auftriebskörper · für Rogen, Bienenmade und Wurm am Forellensee
Fädele ein Laufblei oder einen Sargblei-Tiroler von 10 bis 20 g auf die monofile Hauptschnur in 0,22 bis 0,25 mm. Darunter kommt eine Gummiperle als Knotenschutz, dann ein kleiner Wirbel. An den Wirbel knotest du ein Fluorocarbon-Vorfach von 0,20 bis 0,22 mm und 60 bis 100 cm Länge, am Ende sitzt ein kräftiger Einzelhaken der Größe 8 bis 12. Direkt über dem Haken fixierst du ein kleines Auftriebskörnchen oder ziehst eine schwimmende Perle auf, damit der Köder 20 bis 40 cm über dem Grund schwebt — genau in der Zone, die Saiblinge absuchen. Wirf die Montage aus, straffe die Schnur bis zur leichten Spannung und stelle den Bissanzeiger empfindlich ein. Nimmt der Fisch zurückhaltend auf, setzt du den Anhieb erst, sobald die Schnur gleichmäßig abzieht.
Sinkende Sbirolino-Montage · für tiefes Freiwasser am Forellensee und am Bergsee
Der Sbirolino bringt kleine, leichte Köder auf Weite und in jede gewünschte Tiefe. Zieh einen sinkenden Sbirolino von 10 bis 20 g auf die monofile Hauptschnur (0,22 bis 0,25 mm), setze eine Gummiperle dahinter und knote einen Wirbel an. Daran kommt ein Fluorocarbon-Vorfach von 1,50 bis 2,50 m Länge in 0,18 bis 0,22 mm. Am Ende fischst du eine Goldkopfnymphe, eine Nassfliege oder einen kleinen Spoon in Hakengröße 10 bis 14. Nach dem Wurf zählst du den Sbirolino ab, bis er die gewünschte Tiefe erreicht hat, und kurbelst ihn dann sehr langsam mit kurzen Pausen ein. Zwei bis drei Sekunden mehr Absinkzeit pro Wurf reichen, um die Wassersäule systematisch abzusuchen. Der Biss kommt oft während der Pause, deshalb hältst du die Schnur durchgehend auf leichtem Kontakt.
Schnur & Vorfach
Am Forellensee reicht eine monofile Hauptschnur von 0,20 bis 0,25 mm; ihre Dehnung federt die harten Kopfstöße im Drill ab. Beim ultraleichten Spinnfischen bringt eine dünne Geflochtene von 0,06 bis 0,08 mm mehr Kontakt zum Köder, davor gehört dann ein 1,0 bis 1,5 m langes Fluorocarbon-Vorfach in 0,18 bis 0,22 mm. Wegen der kräftigen Bezahnung des Saiblings sind Vorfächer ab 0,18 mm die sichere Wahl. Beim Fliegenfischen genügen Schnurklasse 3 bis 5 und eine Vorfachspitze von 0,14 bis 0,18 mm.
Die passende Tragkraft rechnest du im Tragkraft-Rechner aus, den festen Knoten bindest du mit dem Knoten-Trainer.
Praxis-Tipp: Bachsaiblinge ziehen im Schwarm und stehen fast immer tiefer, als man vermutet: Bleibt der Biss aus, verändere zuerst die Tiefe und erst danach den Köder. Notiere dir bei jedem Fang die abgezählte Absinkzeit — sie bleibt an einem Tag meist über Stunden gleich und lässt sich sofort wiederholen.
Häufige Fragen
Welche Montage für Bachsaibling?
Grundmontage mit Auftriebskörper: Fädele ein Laufblei oder einen Sargblei-Tiroler von 10 bis 20 g auf die monofile Hauptschnur in 0,22 bis 0,25 mm. Darunter kommt eine Gummiperle als Knotenschutz, dann ein kleiner Wirbel. An den Wirbel knotest du ein Fluorocarbon-Vorfach von 0,20 bis 0,22 mm und 60 bis 100 cm Länge, am Ende sitzt ein kräftiger Einzelhaken der Größe 8 bis 12. Direkt über dem Haken fixierst du ein kleines Auftriebskörnchen oder ziehst eine schwimmende Perle auf, damit der Köder 20 bis 40 cm über dem Grund schwebt — genau in der Zone, die Saiblinge absuchen. Wirf die Montage aus, straffe die Schnur bis zur leichten Spannung und stelle den Bissanzeiger empfindlich ein. Nimmt der Fisch zurückhaltend auf, setzt du den Anhieb erst, sobald die Schnur gleichmäßig abzieht.
Quellen: Doctor Catch – Fliegenfischen mit der Trockenfliege an Bach und FlussPIRSCH – Fliegenfischen am schnellen BachSimfisch – Saiblinge angeln: Köder, Montagen, FührungstechnikLandesfischereiverband Bayern – Fischlexikon