Der Atlantische Lachs (Salmo salar) ist ein anadromer Wandersalmonide, der zum Laichen aus dem Meer bis in die kiesigen Oberläufe der Flüsse aufsteigt. In Deutschland steht er dank laufender Wiederansiedlung vielerorts unter ganzjährigem Schutz, sodass der Fang wenigen ausgewiesenen, lizenzierten Strecken und dem Ausland vorbehalten bleibt, während sich die Bestände erholen.
Größe: Nach zwei Jahren im Meer meist rund 70–75 cm; kapitale Fische erreichen unter günstigen Bedingungen bis etwa 150 cm.Laichzeit: Herbst- bis Winterlaicher, Schwerpunkt etwa November bis Januar (regional bis Februar); zum Laichen steigen die Fische in die Oberläufe ihrer Heimatflüsse auf.Nahrung: Im Meer räuberisch: kleine Schwarmfische wie Hering und Sandaal (Tobiasfisch) sowie Krebstiere und Tintenfische. Jungfische im Süßwasser fressen Insektenlarven (Köcher-, Eintags- und Steinfliegen), Kleinkrebse und Anflugnahrung.
Beste Zeit zum Lachsangeln
Lachse steigen überwiegend vom Sommer bis in den Herbst zum Laichen in die Flüsse auf; an skandinavischen Lachsflüssen ist die Saison eng gefasst, etwa an der südnorwegischen Mandalselva vom 1. Juni bis 15. September. In Deutschland genießt der Lachs in nahezu allen Bundesländern ganzjährigen Schutz, weshalb ein Fang allein an eigens ausgewiesenen, lizenzierten Strecken oder im Ausland (etwa Skandinavien) in Betracht kommt. Vor jedem Angeltag sind Erlaubnis, Schonzeit und der erlaubte Umgang zwingend beim Rechteinhaber zu prüfen – alle Angaben ohne Gewähr.
Wo steht der Lachs?
Aufstiegsstrecken großer Flüsse und ihrer Nebenflüsse, auf denen wandernde Lachse ziehen – nur befischen, wo das Angeln ausdrücklich erlaubt ist
Tiefe Gumpen und Pools, in denen rastende Lachse während des Aufstiegs Kraft schöpfen
Kehrwasser und ruhige Zonen neben der Hauptströmung, in denen Fische Deckung und Ruhe finden
Bereiche unterhalb von Wehren, Rauschen und Schwellen, wo aufsteigende Lachse vor dem Hindernis stehen (Angeln an vielen Wehren gesondert geregelt)
Strömungskanten zwischen schnellem und ruhigem Wasser sowie Einläufe von Seitenbächen
Kiesige Rinnen und Rauschen als Wander- und Laichbereiche, die dem Bestandsaufbau dienen und daher besonders schützenswert sind
Methoden zum Lachsangeln
Fliegenfischen (Zweihand)
An breiten Lachsflüssen die klassische Methode, wo eine Lizenz das Fischen zulässt. Gefischt wird meist mit der Zweihandrute (etwa 12–14 ft, Klasse 8–10), die auch bei wenig Platz im Rücken mit Spey- und Unterhandwürfen (Skandi-Stil) große Weiten erlaubt. Die Fliege wird quer stromab geworfen und im Bogen kontrolliert über die vermuteten Standplätze geführt; an vielen norwegischen Flüssen setzt man sich zunächst ruhig ans Wasser, liest die Strömung und beangelt einen ausgemachten Fisch dann gezielt.
Spinnfischen (Spinner/Blinker)
Wo lizenziert, deckt das Spinnfischen mit kräftigem Gerät auch große Distanzen und tiefe Pools ab. Schwere Spinner, Blinker und tauchende Wobbler werden quer eingeworfen und knapp an den Standplätzen der rastenden Lachse vorbeigeführt. An manchen Strecken sind zum Schutz der Fische nur bestimmte Köder oder Hakenformen (etwa Einzelhaken, angedrückter Widerhaken) freigegeben – die Gewässerordnung entscheidet.
Köder für Lachs
Ziehende Lachse fressen im Süßwasser kaum noch; ein Anbiss erfolgt eher als Reflex oder aus Aggression. Deshalb zählen reizstarke Kunstköder – die konkrete Köder- und Hakenwahl gibt an lizenzierten Strecken die jeweilige Gewässerordnung vor.
Lachsfliegen — Bewährt sind dunkle, schwarze Muster; bei klarem, warmem und niedrigem Wasser kleinere Fliegen (etwa Doppelhaken Gr. 6), bei getrübtem Hochwasser große Tubenfliegen von 6–8 cm. Über Farbe, Größe und Zugtempo lässt sich die Präsentation an Sicht und Wasserstand anpassen.
Spinner/Blinker — Schwere Spinner, Blinker und tauchende Wobbler bringen Vibration und Blitz bis in tiefe Pools und über große Weiten. Sie eignen sich, wo die Erlaubnis das Spinnfischen zulässt, und werden langsam und kontrolliert an den Standplätzen vorbeigeführt.
Lachse sind kräftige, kampfstarke Fische in oft schwerer Strömung – entsprechend robust fällt das Gerät aus. Zwei Grundmontagen decken die wichtigsten legalen Methoden ab.
Schnur: durchweg kräftiges, gut abgestimmtes Gerät für kampfstarke Fische in Strömung; sanfter, kurzer Drill und schonender Umgang; wo der Fang untersagt ist, den Fisch möglichst im Wasser lösen und behutsam zurücksetzen
In nahezu allen Bundesländern ist der Atlantische Lachs ganzjährig geschont und steht unter Schutz, um die Wiederansiedlung zu unterstützen. Ein Fang kommt nur an eigens ausgewiesenen, lizenzierten Strecken mit gültiger Erlaubnis in Betracht. Die konkrete Regelung ist vorab zwingend zu prüfen – ohne Gewähr.
Wo kann man auf Lachs angeln?
Legal befischbar ist der Lachs vor allem im Ausland, etwa an den Lachsflüssen Skandinaviens (Norwegen, Schweden) mit gültiger Lizenz. In Deutschland kommen allein wenige ausgewiesene, freigegebene Strecken in Frage; auf den meisten Aufstiegs- und Laichgewässern der Wiederansiedlungsprogramme (etwa Rhein/Sieg, Elbe/Stepenitz) dient der Schutz dem Bestandsaufbau.
Womit fängt man Lachs?
Wo das Angeln erlaubt ist, fängt man Lachse überwiegend mit dem Fliegengerät (Zweihandrute, dunkle Lachsfliegen bzw. Tubenfliegen) sowie beim Spinnfischen mit schweren Spinnern, Blinkern und Wobblern. Da ziehende Lachse kaum fressen, wirken reizstarke Köder über Bewegung und Blitz. Welche Köder und Haken zulässig sind, regelt die jeweilige Gewässerordnung.