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Angeln · Praxis

Seeforelle Montage: die passenden Rigs

Zwei Montagen decken das Seeforellenjahr weitgehend ab: die Schleppmontage am Downrigger für das Freiwasser und eine Laufblei-Grundmontage für Mündungen und Kiesplatten im Frühjahr. Beide leben davon, dass die Verbindung zum Köder dünn, weich und unauffällig bleibt. Baue sie zu Hause vor und lagere sie auf Vorfachbrettern, dann bist du am Wasser schneller wieder im Rennen.

Downrigger-Schleppmontage mit Perlmuttlöffel · für Freiwasserschleppen vom Boot auf Renken- und Laubenschwärme

Als Hauptschnur dient eine geflochtene Schnur in 0,16 bis 0,20 mm. Davor schaltest du einen Puffer aus 12 bis 15 m monofiler Schnur in 0,35 bis 0,40 mm, der die harten Kopfstöße im Bootsdrill abfedert; verbunden wird beides mit einem doppelten Uni-Knoten. Hinter dem Puffer folgt ein kleiner Kugellagerwirbel, daran 1,50 bis 2,00 m Fluorocarbon in 0,30 bis 0,35 mm. Am Ende sitzt der Perlmuttlöffel, den du mit einem weit gebogenen Einzelhaken der Größe 2 bis 1/0 bestückst: Er fasst sicher und lässt sich bei untermaßigen Fischen schonend lösen. Klemme die Hauptschnur 8 bis 15 m hinter dem Köder in den Auslöser des Downriggers und stelle ihn so weich ein, dass er bereits bei kräftigem Zug öffnet. Lege die Rute stark vorgespannt in den Halter, dann setzt sie den Anhieb beim Auslösen selbst.

Laufblei-Grundmontage mit Tauwurm · für Zuflussmündungen und flache Kiesplatten im Frühjahr, vom Ufer aus

Fädle ein Birnenblei von 20 bis 30 g auf die monofile Hauptschnur in 0,28 bis 0,30 mm, dahinter eine Gummiperle als Knotenschutz und einen Wirbel. Daran knotest du 60 bis 80 cm Fluorocarbon in 0,26 bis 0,28 mm und einen weit gebogenen Einzelhaken der Größe 4 bis 2. Zieh zwei bis drei Tauwürmer so auf, dass die Enden frei zappeln, und lass den Hakenbogen frei. Wirf quer zum Ufer und lass die Montage zunächst eine bis zwei Minuten ruhig liegen. Danach hebst du das Blei kurz an und lässt es 20 bis 30 cm weiter absinken; dieses langsame Hüpfen über Kies und Krautfelder bringt die Bisse. Behalte die Rutenspitze im Auge: Seeforellen nehmen den Wurm oft mit einem einzigen kurzen Zupfer und ziehen dann zügig ab.

Schnur & Vorfach

Beim Schleppen gehört ein monofiler Puffer von 12 bis 15 m vor die geflochtene Hauptschnur, weil er die Kopfstöße und Sprünge im Bootsdrill auffängt. Vom Ufer genügt eine 0,14 mm geflochtene Schnur mit rund 8 kg Tragkraft, ergänzt um 1,50 m Fluorocarbon in 0,28 mm. Fluorocarbon lohnt sich hier besonders, weil das Wasser tiefer Alpenseen im Frühjahr ausgesprochen klar ist. Prüfe die letzten zwei Meter nach jedem Fisch und nach jedem Kontakt mit Muschelbänken und kürze sie im Zweifel ein.

Die passende Tragkraft rechnest du im Tragkraft-Rechner aus, den festen Knoten bindest du mit dem Knoten-Trainer.

Praxis-Tipp: Stelle die Bremse eher weich ein und drille über die Rute: Seeforellen liefern lange, schnelle Fluchten und springen häufig, sodass eine harte Bremse den Haken ausschlitzen lässt. Ein großer Kescher mit gummiertem Netz schont die Schleimhaut und macht das Zurücksetzen kapitaler Laichfische einfach.

Häufige Fragen

Welche Montage für Seeforelle?

Downrigger-Schleppmontage mit Perlmuttlöffel: Als Hauptschnur dient eine geflochtene Schnur in 0,16 bis 0,20 mm. Davor schaltest du einen Puffer aus 12 bis 15 m monofiler Schnur in 0,35 bis 0,40 mm, der die harten Kopfstöße im Bootsdrill abfedert; verbunden wird beides mit einem doppelten Uni-Knoten. Hinter dem Puffer folgt ein kleiner Kugellagerwirbel, daran 1,50 bis 2,00 m Fluorocarbon in 0,30 bis 0,35 mm. Am Ende sitzt der Perlmuttlöffel, den du mit einem weit gebogenen Einzelhaken der Größe 2 bis 1/0 bestückst: Er fasst sicher und lässt sich bei untermaßigen Fischen schonend lösen. Klemme die Hauptschnur 8 bis 15 m hinter dem Köder in den Auslöser des Downriggers und stelle ihn so weich ein, dass er bereits bei kräftigem Zug öffnet. Lege die Rute stark vorgespannt in den Halter, dann setzt sie den Anhieb beim Auslösen selbst.

Quellen: Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg: Untersuchung zur Ökologie der Seeforelle im BodenseeSimfisch: Angeln auf Seeforelle – Technik, Köder und AusrüstungAngeln im Sauerland: Seeforelle in den Sauerländer Talsperren