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Angeln · Praxis

Nase Köder: womit fängt man Nase?

Nasen weiden Algen von Steinen ab und nehmen ihre Nahrung ausschließlich am Grund auf - der Köder gehört also zwingend nach unten. Klein, weich und unauffällig fängt besser als groß und auffällig; Hakengrößen 14 bis 18 sind die Regel. Weil die Fische im Schwarm über die Weideplätze ziehen, entscheidet ein konstanter, feiner Futterteppich oft mehr als die Köderwahl selbst.

Kunstköder für Nase

Kunstmais und Plastikmaden

Kunstmais im Kleinformat und weiche Plastikmaden sind die Kunstköder, die beim Nasenangeln zuverlässig arbeiten. Ihr Vorteil liegt im Auftrieb: Ein einzelnes Kunstkorn oder eine imitierte Made am kurzen Haar hebt die Köderspitze leicht vom Kies ab und macht sie über dem Algenrasen sichtbar. Zusätzlich halten sie dem Zupfen von Kleinfischen stand, sodass der Köder auch nach mehreren Drifts noch sauber am Haken sitzt. Kombiniere ein Kunstmaiskorn mit ein bis zwei echten Maden zu einem Sandwich - die Naturbeigabe liefert den Reiz, das Imitat die Standfestigkeit. Gedeckte Farben wie Gelb, Weiß und Braun passen zum klaren Wasser der Barbenregion.

Nymphe und Köcherfliegen-Imitat

Beim Nymphenfischen auf Äsche und Bachforelle landen in der Barbenregion regelmäßig Nasen am Haken. Schwere Perlkopfnymphen in Größe 14 bis 18, dicht über dem Kies geführt, imitieren die Köcherfliegen- und Eintagsfliegenlarven, die im Algenrasen leben. Weil die Nase ihr Maul weit unterständig trägt, funktioniert die Präsentation nur mit echtem Grundkontakt - eine zusätzliche Beschwerung oder eine schwerere Punktnymphe im Zweifliegensystem hilft dabei. Beachte die Landesregelungen: In den sieben Ländern mit ganzjähriger Schonung ist die Nase reiner Beifang und gehört sofort und schonend zurück ins Wasser. Ein weitmaschiger, gummierter Kescher und feuchte Hände erleichtern das schonende Zurücksetzen erheblich.

Naturköder für Nase

Made und Caster

Die Made ist der Standardköder auf Nasen. Zwei bis drei Maden an einem dünndrähtigen Haken der Größe 16 oder 18 sind die klassische Bestückung; bei zurückhaltenden Fischen reicht oft eine einzelne, seitlich angehakte Made. Caster - also verpuppte Maden - sitzen fester am Haken und selektieren etwas größere Fische heraus, weil kleine Weißfische sie seltener annehmen. Beide Köder gehören auch ins Futter: Ein bis zwei Handvoll lebende Maden pro Stunde, in schwerem Futter gebunden, halten den Schwarm über der Futterstelle. Frische, helle Maden bringen im klaren Wasser der Barbenregion die besten Ergebnisse.

Rote Zuckmückenlarve

Rote Zuckmückenlarven sind der Feinkostköder für klares, kaltes Wasser und zickige Fische. Zwei bis vier Larven an einem sehr feinen Haken der Größe 18 bis 20 bringen Bisse, wenn Made und Mais liegen bleiben. Weil die Larven weich sind, brauchst du einen dünndrähtigen Haken mit kurzem Schenkel und eine ruhige Hand beim Anködern; ein feiner Ködernadel-Griff hilft. Als Futterbeigabe sind gehackte oder ganze Larven im Winterfutter erste Wahl, verlangen aber sparsame Dosierung, weil sie den Schwarm schnell sättigen. Im kalten Frühjahr und im Spätherbst ist das der fängigste Köder überhaupt.

Köcherfliegenlarve und kleines Wurmstück

Köcherfliegenlarven aus dem Gewässer selbst sind ein hervorragender, standortgerechter Köder - die Nase kennt sie aus ihrem Algenrasen. Sammle sie unter überströmten Steinen und biete sie ohne Köcher am Haken der Größe 14 bis 16 an. Ähnlich gut arbeiten kleine Rotwürmer oder Wurmstücke, besonders bei angetrübtem Wasser nach einem Regenschauer, weil ihr Duft weiter trägt. Ein etwa 2 cm langes Wurmstück mit frei liegender Schnittfläche gibt die stärkste Lockwirkung ab und hält der Strömung gut stand. Das Sammeln von Gewässerorganismen ist mancherorts geregelt - ein Blick in die Gewässerordnung lohnt sich vorher.

Hanf, Weizen und kleiner Mais

Gequollener Hanf, gekochter Weizen und kleiner Dosenmais sind die Sommerköder auf Nasen und zugleich das Rückgrat des Futters. Ein einzelnes Weizenkorn oder ein halbes Maiskorn am Haken der Größe 14 bis 16 passt gut zum kleinen Maul. Hanf entfaltet seine Wirkung vor allem als Lockmittel am Grund: Die Körner rollen zwischen den Kieseln und halten den Schwarm über der Futterstelle, während Weizen und Mais den Fisch zum Zupacken bringen. Koche Weizen so weich, dass er sich mit dem Fingernagel eindrücken lässt, und salze das Kochwasser leicht. Diese Kombination trägt von Juni bis in den Oktober.

Welcher Köder wann?

Die Ködwahl richtet sich nach Jahreszeit, Gewässer und Aktivität der Fische — Die ergiebigste Zeit liegt zwischen Juni und Oktober, wenn die Schwärme nach dem Laichgeschäft konstant über den Kiesbänken weiden und das Wasser klar und niedrig steht. Im Frühjahr stehen die Fische zwar dicht beisammen, sind aber durch die Laichzeit-Schonzeiten geschützt - hier gilt Abstand zu den Laichplätzen und ein Blick in die Landesverordnung. Aktiv sind Nasen vor allem in der Dämmerung und in den ersten Vormittagsstunden bis etwa neun oder zehn Uhr sowie noch einmal am späten Nachmittag. Bei leicht angetrübtem Wasser nach einem Regenschauer beißen sie oft deutlich beherzter als bei glasklarer Sicht. Ab November ziehen sich die Schwärme in tiefere, ruhigere Abschnitte zurück, wo sie mit feinen Winterködern wie Zuckmückenlarven erreichbar bleiben. Wie du den Köder anbietest, steht in der Nase-Montage; das ganze Vorgehen im Nase-Angeln-Überblick.

Häufige Fragen

Welcher Köder ist der beste für Nase?

Nasen weiden Algen von Steinen ab und nehmen ihre Nahrung ausschließlich am Grund auf - der Köder gehört also zwingend nach unten. Klein, weich und unauffällig fängt besser als groß und auffällig; Hakengrößen 14 bis 18 sind die Regel. Weil die Fische im Schwarm über die Weideplätze ziehen, entscheidet ein konstanter, feiner Futterteppich oft mehr als die Köderwahl selbst.

Welcher Köder eignet sich zum Nasenangeln?

Maden sind der Standard: zwei bis drei Stück an einem dünndrähtigen Haken der Größe 16 bis 18. Im kalten Wasser des Frühjahrs und Spätherbstes fangen rote Zuckmückenlarven besser, im Sommer greifst du zu gequollenem Hanf, gekochtem Weizen, kleinem Mais oder Teigkugeln. Köcherfliegenlarven aus dem Gewässer selbst und kleine Wurmstücke bringen bei angetrübtem Wasser zusätzliche Lockwirkung. Entscheidend ist in jedem Fall die Präsentation direkt am Grund, denn die Nase weidet Aufwuchs von Steinen ab und nimmt ihre Nahrung ausschließlich unten auf.

Quellen: simfisch.de - Nase angeln: Tipps für Köder, Angelstellen und FutterOö. Landesfischereiverband - Fisch des Jahres 2015: Nase (Lebensraum, Laichzug)Bernischer Kantonaler Fischerei-Verband - Nase: ganzjährig geschützt, Beifang schonend zurücksetzen