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Angeln · Praxis

Renke Montage: die passenden Rigs

Praktisch alle Renkenmontagen bauen auf der Hegene auf, einem Paternostersystem mit drei bis fünf kurzen Seitenarmen und einem Endblei. Der Unterschied liegt in Länge, Bleigewicht und darin, ob du senkrecht vom Boot zupfst oder die Montage unter einer Pose ablegst. Beide Varianten baust du in wenigen Minuten selbst, und selbst gebundene Hegenen lassen sich exakt auf die Tiefe und die Farbstimmung deines Sees abstimmen.

Zupf-Hegene für das vertikale Fischen · für Bootsangeln und Stegangeln über tiefem Wasser, Suche nach der Schwarmtiefe

Als Rückgrat nimmst du monofile Schnur oder Fluorocarbon in 0,16 bis 0,20 mm, in sehr klaren Seen 0,14 bis 0,16 mm. Die Gesamtlänge richtet sich nach der Jahreszeit: rund 1,30 m im Winter für grundnahe Fische, 2,40 bis 2,80 m im Sommer für Fische im Mittelwasser. Von unten gerechnet knotest du etwa 30 cm über dem Blei den ersten Seitenarm ein, die weiteren im Abstand von 30 bis 40 cm bei fünf Armen beziehungsweise 60 cm bei drei Armen. Die Seitenarme selbst sind kurz, zwei bis fünf Zentimeter, aus 0,14er-Material, und stehen leicht nach oben ab; binde die Nymphe so an, dass die Hakenspitze nach außen zeigt. Als Nymphen dienen Haken der Größen 12 bis 16, die unterste bevorzugt in Rot. Ans Ende kommt ein Birnenblei oder Nachläufer von 4 bis 15 Gramm, beim Zupfen möglichst leicht, damit feine Bisse durchkommen.

Renkenpose mit Hegene · für Wurfdistanz, Wellengang und Angeln vom Steg oder Ufer

Auf die monofile Hauptschnur von 0,17 bis 0,22 mm ziehst du zuerst einen Stopperknoten aus Garn, dann eine kleine Perle und anschließend die Laufpose mit 15 bis 40 Gramm Tragkraft. Darunter folgt ein Wirbel als Verbindung zur Hegene. Über den Stopper stellst du die Fischtiefe metergenau ein, was dir das Absuchen verschiedener Wasserschichten deutlich erleichtert. Die Hegene selbst entspricht der Zupfvariante, arbeitet hier aber mit einem schwereren Endblei von 15 bis 30 Gramm, damit sie sich beim Wurf streckt und schnell absinkt. Bleie die Pose so aus, dass nur eine kurze Antenne herausschaut: Dann überträgt schon leichte Welle eine natürliche Auf-und-ab-Bewegung auf die Nymphen. Zwischen Blei und unterster Nymphe hältst du mindestens 20 cm Abstand, damit der unterste Köder frei arbeitet.

Schnur & Vorfach

Beim Zupffischen bringt eine geflochtene Hauptschnur von 0,06 bis 0,10 mm den direktesten Kontakt und die schärfste Bissanzeige, idealerweise mehrfarbig oder alle fünf bis zehn Meter markiert, damit du die fängige Tiefe sofort wiederfindest. Für Posenmontagen greifst du zu dehnungsarmer Monofiler in 0,17 bis 0,22 mm, weil sie den Wurf verzeiht und den Anhieb abfedert. Als Rute dient beim Vertikalfischen ein 2,10 bis 2,40 m langes Modell mit farbig markierter Weichspitze, für die Pose eine 3,50 bis 4,50 m lange Rute mit B- oder C-Aktion. Passend dazu läuft eine leichte Achsrolle mit Fingerbremse oder eine Stationärrolle der 2500er Klasse mit fein einstellbarer Bremse.

Die passende Tragkraft rechnest du im Tragkraft-Rechner aus, den festen Knoten bindest du mit dem Knoten-Trainer.

Praxis-Tipp: Notiere dir bei jedem Fisch die Kurbelumdrehungen beziehungsweise die Metermarkierung, auf der er gebissen hat, und stelle sofort alle Ruten auf genau diese Tiefe ein. Renkenschwärme stehen in einem sehr schmalen Band, und ein Unterschied von zwei Metern entscheidet regelmäßig zwischen einem einzelnen Fisch und einer Serie.

Häufige Fragen

Welche Montage für Renke?

Zupf-Hegene für das vertikale Fischen: Als Rückgrat nimmst du monofile Schnur oder Fluorocarbon in 0,16 bis 0,20 mm, in sehr klaren Seen 0,14 bis 0,16 mm. Die Gesamtlänge richtet sich nach der Jahreszeit: rund 1,30 m im Winter für grundnahe Fische, 2,40 bis 2,80 m im Sommer für Fische im Mittelwasser. Von unten gerechnet knotest du etwa 30 cm über dem Blei den ersten Seitenarm ein, die weiteren im Abstand von 30 bis 40 cm bei fünf Armen beziehungsweise 60 cm bei drei Armen. Die Seitenarme selbst sind kurz, zwei bis fünf Zentimeter, aus 0,14er-Material, und stehen leicht nach oben ab; binde die Nymphe so an, dass die Hakenspitze nach außen zeigt. Als Nymphen dienen Haken der Größen 12 bis 16, die unterste bevorzugt in Rot. Ans Ende kommt ein Birnenblei oder Nachläufer von 4 bis 15 Gramm, beim Zupfen möglichst leicht, damit feine Bisse durchkommen.

Quellen: Fish First Südtirol – Das Fischen mit der HegeneAngeln im Sauerland – Das Angeln mit der Hegene (Teil II)SRF – Felchen-Fangverbot im Bodensee wird gelockert