Angeln · Praxis
Stint Montage: die passenden Rigs
Stintmontagen sind bewusst einfach gehalten: ein Blei am Ende, darüber ein bis zwei kurze Seitenarme mit kleinen dressierten Haken – mehr braucht es nicht. Entscheidend sind die Hakengröße und die zulässige Hakenzahl, denn viele fertig gebundene Heringspaternoster tragen fünf Haken und damit mehr, als das jeweilige Landesrecht erlaubt. Zwei Aufbauten decken die Praxis vollständig ab: das Wurf-Paternoster für den Tidefluss und eine leichte Posenmontage für Hafen und Anleger.
Zwei-Haken-Stintpaternoster für Elbe und Weser · für Uferangeln im Tidefluss, Buhnen und Strömungskanten
1. Als Hauptschnur nimmst du 0,30 bis 0,35 Millimeter monofil oder 0,12 bis 0,17 Millimeter geflochten. 2. Ans Ende knotest du einen Karabinerwirbel mit rund 10 Kilogramm Tragkraft – daran hängst du das komplette Vorfach ein und wechselst es in Sekunden. 3. Der Vorfachkörper besteht aus 0,25 bis 0,30 Millimeter monofil und misst 60 bis 80 Zentimeter. 4. Binde zwei Seitenarme aus 0,18 bis 0,20 Millimeter mono ein, je 6 bis 8 Zentimeter lang, im Abstand von rund 30 Zentimetern; Schlaufenknoten oder kleine Anti-Tangle-Röhrchen halten sie von der Hauptleine ab. 5. An jeden Arm kommt ein kleiner Haken der Größe 10 bis 14 mit Fischhaut- oder Flitterdressing. Fertige Stintpaternoster liegen genau in diesem Bereich, klassische Heringspaternoster mit Größe 4 bis 8 fangen ebenfalls, lassen aber mehr Fische ausschlitzen. 6. Unten folgt ein zweiter Wirbel und daran das birnenförmige Blei von 50 bis 100 Gramm, in der Elbe gern rot-weiß lackiert. Kürze gekaufte Paternoster schon zu Hause ein: In Hamburg sind je Handangel höchstens zwei Bissstellen zulässig, also schneidest du die überzähligen Arme sauber heraus.
Leichte Posenmontage für Kaimauer und Anleger · für Häfen, Sperrwerke und Anleger mit geringer Strömung
1. Fische mit 0,20 bis 0,22 Millimeter monofiler Hauptschnur an einer 4 bis 5 Meter langen Kopf- oder Matchrute. 2. Ziehe eine schlanke Laufpose mit 2 bis 4 Gramm Tragkraft auf und fixiere sie zwischen zwei Stoppknoten, damit du die Tiefe schnell verstellen kannst. 3. Bringe die Bebleiung gestaffelt an: zwei bis drei mittlere Schrote dicht unter der Pose, ein kleines Schrot rund 25 Zentimeter über dem Vorfachwirbel als Fallblei. 4. Setze einen kleinen Wirbel und daran ein Vorfach von 40 bis 60 Zentimetern aus 0,14 bis 0,16 Millimeter mono. 5. Am Vorfach sitzen ein oder zwei Haken der Größe 12 bis 14, wahlweise mit Perlmutt-Dressing. 6. Stelle die Tiefe zunächst auf 1,5 bis 2 Meter ein und taste dich in Schritten von 30 Zentimetern nach unten, bis die Pose regelmäßig wegtaucht. Halte im Hafenbecken einen Sicherheitsabstand zu Pollern und Leitern, damit ein durchziehender Schwarm dich mit gestraffter Schnur antrifft.
Schnur & Vorfach
Für die Wurffischerei an der Elbe hat sich eine monofile Hauptschnur von 0,30 bis 0,35 Millimetern bewährt, weil sie die Belastung schwerer Bleie beim Auswerfen abfedert und Hänger an Steinpackungen verzeiht. Wer die zarten Bisse direkter spüren will, greift zu 0,12 bis 0,17 Millimeter geflochtener Schnur und schaltet eine mono Schlagschnur von rund drei Rutenlängen vor. Vorfächer und Seitenarme bleiben mit 0,18 bis 0,30 Millimetern deutlich dünner als die Hauptschnur, damit im Hänger die Montage und nicht die ganze Schnur reißt. Im Hafen und am Anleger reichen 0,20 bis 0,22 Millimeter monofil vollkommen aus.
Die passende Tragkraft rechnest du im Tragkraft-Rechner aus, den festen Knoten bindest du mit dem Knoten-Trainer.
Praxis-Tipp: Binde dir vor der Tour drei bis vier fertige Vorfächer und wickle sie auf Vorfachbretter – in der kurzen Beißphase zählt jede Minute, und mit klammen Fingern knüpfst du am Wasser nur ungern neu. Nimm außerdem Bleie in mehreren Gewichten mit, weil sich Strömung und Wasserstand an der Tideelbe innerhalb von zwei Stunden deutlich verändern.
Häufige Fragen
Welche Montage für Stint?
Zwei-Haken-Stintpaternoster für Elbe und Weser: 1. Als Hauptschnur nimmst du 0,30 bis 0,35 Millimeter monofil oder 0,12 bis 0,17 Millimeter geflochten. 2. Ans Ende knotest du einen Karabinerwirbel mit rund 10 Kilogramm Tragkraft – daran hängst du das komplette Vorfach ein und wechselst es in Sekunden. 3. Der Vorfachkörper besteht aus 0,25 bis 0,30 Millimeter monofil und misst 60 bis 80 Zentimeter. 4. Binde zwei Seitenarme aus 0,18 bis 0,20 Millimeter mono ein, je 6 bis 8 Zentimeter lang, im Abstand von rund 30 Zentimetern; Schlaufenknoten oder kleine Anti-Tangle-Röhrchen halten sie von der Hauptleine ab. 5. An jeden Arm kommt ein kleiner Haken der Größe 10 bis 14 mit Fischhaut- oder Flitterdressing. Fertige Stintpaternoster liegen genau in diesem Bereich, klassische Heringspaternoster mit Größe 4 bis 8 fangen ebenfalls, lassen aber mehr Fische ausschlitzen. 6. Unten folgt ein zweiter Wirbel und daran das birnenförmige Blei von 50 bis 100 Gramm, in der Elbe gern rot-weiß lackiert. Kürze gekaufte Paternoster schon zu Hause ein: In Hamburg sind je Handangel höchstens zwei Bissstellen zulässig, also schneidest du die überzähligen Arme sauber heraus.
Quellen: Dicht am Fisch – Stintangeln: Ausrüstung und Techniksimfisch.de – Angeln auf Stint: Fangsaison, Angelplätze, KöderBehörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft Hamburg – Schutz der Fische / AngelrechtLand Schleswig-Holstein – Mindestmaße und Schonzeiten, Binnen- und Küstenfischereiverordnung