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Angeln · Praxis

Döbel (Aitel) (Squalius cephalus), Seitenansicht — Döbel angeln
Döbel (Aitel) · Squalius cephalus

Döbel angeln: Methoden, Köder & Montage

Der Döbel (Squalius cephalus), in Süddeutschland und Österreich Aitel genannt, ist ein schlauer, ausgesprochen scheuer Allesfresser der Fließgewässer. Als klassischer Pirschfisch belohnt er den, der sich leise anschleicht und ihn mit leichtem Gerät und Oberflächenködern überlistet.

Größe: meist 30–50 cm; gute Fische erreichen 60 cm, ausnahmsweise werden Döbel bis rund 70 cm lang Laichzeit: Frühjahr bis Frühsommer, witterungsabhängig von April bis Juni Nahrung: Allesfresser: Wasserinsekten und deren Larven, Würmer, Schnecken, Muscheln, Algen und Wasserpflanzen; ältere Döbel jagen zusätzlich Kleinfische und nehmen im Sommer gern Land-Insekten und Früchte wie Kirschen

Beste Zeit zum Döbelangeln

Die spannendste Zeit sind die warmen Monate von Mai bis September, wenn Döbel dicht unter der Oberfläche stehen und sich mit Schwimmbrot, Insekten und Früchten überlisten lassen. Auch im Winter sind sie mit Naturködern am Grund gut zu fangen, dann greift man zu Käse, Wurm oder Teig auf ruhigere, tiefere Stellen. Am aktivsten frisst der Döbel in den frühen Morgenstunden und in der Abenddämmerung; an warmen Sommertagen jagt er zusätzlich mitten am Tag an der Oberfläche.

Wo steht der Döbel?

Methoden zum Döbelangeln

Oberflaechenangeln (Treibangeln)

Die aufregendste Art, dem Döbel nachzustellen. Ein Stück Brotkruste oder Brotflocke treibt an möglichst freier, gefetteter Leine mit der Strömung an die Fresszone heran - der Biss erfolgt sichtbar direkt vor den Augen. Am besten wirft man ein gutes Stück oberhalb der vermuteten Standplätze ein und lässt den Köder ganz natürlich unter überhängende Äste, an Strömungskanten und Strukturen treiben. Ein leicht auftreibender Köder an gestraffter, aber schwereloser Leine wirkt am verführerischsten. Zum Anhieb lässt man dem Fisch rund zwei Sekunden Zeit, bis er das Brot vollständig eingeschlürft hat.

Grundangeln / Feedern

Für große Döbel und die kältere Jahreszeit ist die Grundmontage erste Wahl, gern auch in der Dämmerung und nachts. Der Köder wird mit einem gerade ausreichend schweren Blei am Grund angeboten - je nach Strömung ein Sarg- oder Laufblei, das den Köder eben hält. Am Feeder lässt sich gezielt anfüttern und auf Distanz fischen; grobe Partikel wie Pellets, Hanf und Mais sowie Maden und Würmer im Futter halten die Fische am Platz. Eine flach gestellte Feederspitze oder eine Knicklichtpose zeigt die oft vorsichtigen Bisse sauber an.

Ultralight-Spinnfischen

Der räuberische Döbel steigt sportlich auf kleine Kunstköder ein. Mit einer leichten Spinnrute (etwa 2 bis 15 g Wurfgewicht), einer 2000er Rolle und feiner geflochtener Schnur (0,08 bis 0,12 mm) wirft man kleine Spinner, Wobbler und Miniaturgummis stromauf oder quer und führt sie mit kurzen Pausen ein. Gezielt werden Kanten, Brückenpfeiler und Kehrwässer angeworfen. Der Vorteil: Man ist mobil und pirscht sich von Standplatz zu Standplatz, statt an einer Stelle zu warten.

Köder für Döbel

Als Allesfresser nimmt der Döbel eine enorme Bandbreite an Ködern - vom treibenden Brot über duftenden Käse bis zum kleinen Blinker. Die Kunst liegt in der unauffälligen Präsentation an leichtem Gerät.

Alle Köder mit Details: die besten Köder zum Döbelangeln.

Montage & Vorfach

Für den scheuen Döbel zählt eine leichte, unauffällige Montage. Zwei Aufbauten decken die wichtigsten Situationen ab - der treibende Köder an der Oberfläche und die feine Grundmontage.

Schnur: Feines, unauffälliges Gerät ist der Schlüssel: monofile Hauptschnur um 0,20 bis 0,25 mm, dünne Vorfächer und kleine, scharfe Haken. Beim Oberflächenangeln die Schnur einfetten, damit sie schwimmt; beim Spinnfischen eine feine Geflochtene für direkten Kontakt nutzen. Vorsichtig anpirschen und mit leichtem, sensiblem Gerät fischen.

Rigs Schritt für Schritt: Döbel-Montage im Detail. Den passenden Knoten findest du im Knoten-Trainer.

Häufige Fragen

Womit faengt man Doebel?

Als Allesfresser nimmt der Döbel viele Köder. Am fängigsten sind treibendes Brot, feste Käsesorten wie Emmentaler oder Gouda, Maden und Tauwurm sowie im Sommer Insekten und reife Früchte wie Kirschen. Sportlich lässt er sich auch mit kleinen Spinnern, Wobblern und Miniaturgummis überlisten.

Wie faengt man Doebel an der Oberflaeche?

Mit Schwimmbrot an gefetteter, möglichst freier Leine: Ein kleiner Haken (Gr. 8 bis 10) wird ohne Wirbel direkt angeknotet, die Brotkruste treibt natürlich mit der Strömung unter überhängende Bäume und an Kanten. Man wirft ein Stück oberhalb ein, lässt den Köder herantreiben und schlägt erst nach rund zwei Sekunden an. Wichtig ist leises Anpirschen aus der Deckung.

Wo stehen Doebel?

Döbel bevorzugen Fließgewässer mit Struktur: unter überhängenden Bäumen und Büschen, an Wehren und Buhnen, an Strömungskanten, Brückenpfeilern, unterspülten Ufern und Steinschüttungen. Im Sommer stehen sie flach dicht unter der Oberfläche, in der kalten Jahreszeit ziehen sie sich in tiefere, ruhigere Kolke zurück.

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Quellen: angelstunde.dedas-angel-magazin.dedoctor-catch.comsimfisch.deelite-fishing.de