Fisch-Lexikon
Dorsch
Der Dorsch ist der Brot-und-Butter-Fisch der Ostseeangler: ein kräftiger Grundräuber mit Kinnbartel, der von der Brandung bis zum Kutter das wichtigste Ziel an der deutschen Küste ist.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Wissenschaftlich | Gadus morhua |
| Gruppe | Raubfisch |
| Größe | An der deutschen Ostseeküste meist 40–70 cm bei 1–4 kg; kapitale Fische über 1 m und mehr als 15 kg. Die Art kann maximal rund 1,5 bis 2 m lang und historisch über 40 kg schwer werden. |
| Laichzeit | Etwa Januar bis Mai; die Bestände der westlichen Ostsee laichen vor allem von Februar bis April in tieferen Becken wie der Arkonasee. Eier und Larven treiben pelagisch im Freiwasser. |
| Schonzeit / Mindestmaß | nach Küstenrecht & EU — siehe Meeresangeln Dorsch |
Merkmale
Langgestreckter, kräftiger Körper mit großem Kopf, drei klar voneinander getrennten, abgerundeten Rückenflossen und zwei Afterflossen. Auffällig ist der kräftige Kinnbartel an der Unterlippe. Die helle, deutlich nach oben geschwungene Seitenlinie hebt sich klar ab; die Färbung reicht von grünlich über bräunlich bis rötlich mit marmorierter Fleckenzeichnung auf Rücken und Flanken, während die Bauchseite hell bleibt.
Lebensraum
Der Dorsch ist der bedeutendste bodennah lebende Grundfisch von Nord- und Ostsee und bewohnt die deutsche Küste über Sand-, Kies- und Mischgrund sowie an Steinriffen und Wracks. In der westlichen Ostsee bilden Kieler und Mecklenburger Bucht bis zur Arkonasee einen eigenen Bestand. Er hält sich von wenigen Metern Tiefe bis in mehrere hundert Meter auf und zieht bei kaltem Wasser dicht unter die Küste.
Nahrung: Junge Dorsche fressen Krebstiere, Würmer, Muscheln und Kleinkrebse. Ausgewachsene Dorsche sind ausgeprägte Raubfische und jagen Fische wie Heringe, Sprotten und Grundeln.
Verwechslungsgefahr
Ähnelt dem Wittling und dem Köhler (Seelachs). Der Dorsch trägt einen kräftigen Kinnbartel und eine helle, stark gebogene Seitenlinie; der ausgewachsene Wittling ist bartellos und schlanker, der Köhler zeigt einen vorstehenden Unterkiefer, eine gerade weiße Seitenlinie und einen deutlich gegabelten Schwanz.
Dorsch angeln
Vom Ufer wird der Dorsch an der Ostsee vor allem im Brandungsangeln gefangen, mit langen Brandungsruten und mehrhakigen Vorfächern auf Wattwurm; die kalte Jahreszeit von Herbst bis Frühjahr bringt die Fische küstennah. Vom Kutter und Kleinboot sind das Pilken mit Pilkern, Jigs und Gummifischen sowie Naturköder-Montagen verbreitet. Beim Spinnfischen im Flachwasser und watend kommen Küstenwobbler, Blinker und Gummifische zum Einsatz. Als aussichtsreich gelten Dämmerung und eine ruhige, leicht angetrübte See.
Regeln an der Küste
Für Dorsch gelten an Ostsee und Nordsee eigene Mindestmaße und Schonzeiten je Küstenrevier — bei Dorsch, Lachs, Aal und Wolfsbarsch zusätzlich die jährlichen EU-Baglimits. Alle Werte mit Fundstelle stehen auf der Meeresangeln-Seite dieser Art.
Maße & Schonzeiten: Meeresangeln Dorsch — Regeln je Küstenrevier. Maßgeblich sind die Küstenfischereiverordnung des jeweiligen Landes und das geltende EU-Recht; verbindlich ist deine Angelerlaubnis vor Ort.
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Alle Regeln, Reviere und die EU-Baglimits stehen in der Meeresangeln-Übersicht. Für einen konkreten Termin am Binnengewässer hilft der Fang-erlaubt-Checker, und das Fisch-Lexikon führt die übrigen Arten.