Fisch-Lexikon
Flunder (Butt)
Die Flunder — an vielen Küsten schlicht „Butt" genannt — ist der brackwasserfeste Plattfisch, der bis weit in Flussmündungen steht und sich an seiner rauen Haut verrät.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Wissenschaftlich | Platichthys flesus |
| Gruppe | Plattfisch |
| Größe | Übliche Fanggrößen liegen bei etwa 25 bis 30 cm bei rund 300 g. Große Exemplare erreichen bis zu etwa 50 cm. |
| Laichzeit | Zum Laichen zieht die Flunder ins salzreichere Meer. In der südlichen und südöstlichen Nordsee liegt die Laichzeit etwa im Frühjahr (Februar bis Mai), in der Ostsee und weiter nördlich bis in den Frühsommer. |
| Schonzeit / Mindestmaß | nach Küstenrecht & EU — siehe Meeresangeln Flunder |
Merkmale
Meist rechtsäugiger Plattfisch, bei dem bis zu rund ein Drittel der Tiere linksäugig ausfällt. Kennzeichnend sind raue, dornige Schuppenreihen entlang der Seitenlinie sowie an den Ansätzen von Rücken- und Afterflosse, die sich wie Schmirgelpapier anfühlen; am Kopf sitzen feine Knötchen. Die Augenseite ist graubraun mit meist blassen, matten Flecken, die Seitenlinie verläuft nahezu gerade. Regionale Namen sind Butt, Elbbutt oder Wattbutt.
Lebensraum
Sehr küstennaher Plattfisch der Nordsee und Ostsee entlang der gesamten deutschen Küste. Sie ist stark an Brackwasser gebunden und dringt weit in Flussmündungen, Buchten und Fjorde vor, in der salzarmen Ostsee ist sie besonders häufig. Einzelne Tiere wandern bis ins Süßwasser der Unterläufe von Elbe und Weser. Sie bewohnt bevorzugt weiche Sand- und Schlickböden im Flachwasser.
Nahrung: Frisst vor allem Borstenwürmer, Muscheln und andere Weichtiere sowie Flohkrebse, Garnelen und kleine Krebstiere. Größere Flundern nehmen gelegentlich auch kleine Fische auf.
Verwechslungsgefahr
Die Flunder verrät sich durch die rauen, dornigen Schuppenreihen entlang der Seitenlinie und an den Flossenansätzen sowie ihre meist blassen Tupfen. Die Scholle bleibt rundum glatt, trägt eine Reihe knöcherner Höcker zwischen den Augen und leuchtend rote Tupfen. Die Kliesche besitzt eine stark über der Brustflosse gebogene Seitenlinie, während die der Flunder nahezu gerade verläuft. Ein zusätzliches Indiz ist der Lebensraum: Die Flunder steht oft im Brackwasser und in Flussmündungen, und ein Teil der Tiere ist linksäugig.
Flunder angeln
Gute Chancen bieten das Brandungsangeln vom Ufer sowie das Grundangeln vom Boot, gern in Küstennähe, Bodden und Flussmündungen. Bewährte Köder sind Wattwurm und Seeringelwurm am Grundvorfach. Bunte Lockperlen und ein vorgeschalteter Buttlöffel erhöhen die Signalwirkung im trüben, flachen Wasser. Da die Flunder salzarmes Wasser toleriert, lässt sie sich auch weit in Ästuaren beangeln.
Regeln an der Küste
Für Flunder gelten an Ostsee und Nordsee eigene Mindestmaße und Schonzeiten je Küstenrevier — bei Dorsch, Lachs, Aal und Wolfsbarsch zusätzlich die jährlichen EU-Baglimits. Alle Werte mit Fundstelle stehen auf der Meeresangeln-Seite dieser Art.
Maße & Schonzeiten: Meeresangeln Flunder — Regeln je Küstenrevier. Maßgeblich sind die Küstenfischereiverordnung des jeweiligen Landes und das geltende EU-Recht; verbindlich ist deine Angelerlaubnis vor Ort.
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Alle Regeln, Reviere und die EU-Baglimits stehen in der Meeresangeln-Übersicht. Für einen konkreten Termin am Binnengewässer hilft der Fang-erlaubt-Checker, und das Fisch-Lexikon führt die übrigen Arten.