Fisch-Lexikon
Scholle
Die Scholle ist der Klassiker unter den Plattfischen: an ihren leuchtend roten Tupfen und der glatten Haut leicht zu erkennen und ein beliebtes Ziel beim Brandungsangeln.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Wissenschaftlich | Pleuronectes platessa |
| Gruppe | Plattfisch |
| Größe | Häufig gefangene Schollen messen etwa 25 bis 40 cm. In Ausnahmefällen erreicht die Art rund 95 cm Länge und etwa 7 kg Gewicht. |
| Laichzeit | Das Laichen fällt in die Wintermonate, etwa Dezember bis März. Die Eier werden im offenen, tieferen Wasser abgegeben und treiben zunächst als Plankton, bevor die Larven ins Küstenflachwasser wandern. |
| Schonzeit / Mindestmaß | nach Küstenrecht & EU — siehe Meeresangeln Scholle |
Merkmale
Rechtsäugiger Plattfisch mit glatter Haut. Die grau- bis olivbraune Augenseite trägt auffällige, fast kreisrunde, leuchtend rote bis orangefarbene Tupfen, die Blindseite ist weiß. Charakteristisch ist eine Reihe von vier bis sieben knöchernen Höckern, die zwischen den Augen nach hinten zu den Kiemen verläuft. Die Seitenlinie verläuft weitgehend gerade und ist über der Brustflosse nur leicht gebogen.
Lebensraum
Verbreitet in der Nordsee und der westlichen Ostsee entlang der gesamten deutschen Küste. Sie lebt bevorzugt auf Sand- und Mischböden, in die sie sich zur Tarnung eingräbt, überwiegend in Tiefen von etwa 10 bis 200 Metern. Jungschollen halten sich küstennah im Flachwasser und Watt auf, ältere Tiere ziehen tiefer.
Nahrung: Ernährt sich von Borsten- und Wattwürmern, Muscheln, Schnecken und kleinen Krebstieren; gelegentlich werden kleine Fische aufgenommen. Dünnschalige Muscheln und deren hervorstehende Siphonen gehören zur bevorzugten Beute.
Verwechslungsgefahr
Sicherstes Kennzeichen der Scholle ist die Reihe knöcherner Höcker zwischen den Augen samt rundum glatter Haut und leuchtend roten bis orangefarbenen Tupfen. Die Flunder fühlt sich dagegen an Seitenlinie und Flossenansätzen rau wie Schmirgelpapier an, zeigt eher blasse, matte Flecken und steht oft im Brackwasser. Die Kliesche verrät sich durch ihre stark halbkreisförmig über der Brustflosse gebogene Seitenlinie und die gegen die Schuppenrichtung raue Haut, während die Seitenlinie von Scholle und Flunder nahezu gerade verläuft.
Scholle angeln
Der Fang gelingt meist beim Brandungsangeln vom Strand oder beim Grundangeln vom Boot über sandigem Grund. Als Köder bewähren sich Wattwurm und Seeringelwurm am Nachläufer- oder Brandungsvorfach. Zusätzliche Reize setzen bunte Lockperlen und ein Buttlöffel unmittelbar vor dem Köder. Ruhiges Wasser mit leichter Strömung über Sandgrund gilt als aussichtsreiche Bedingung.
Regeln an der Küste
Für Scholle gelten an Ostsee und Nordsee eigene Mindestmaße und Schonzeiten je Küstenrevier — bei Dorsch, Lachs, Aal und Wolfsbarsch zusätzlich die jährlichen EU-Baglimits. Alle Werte mit Fundstelle stehen auf der Meeresangeln-Seite dieser Art.
Maße & Schonzeiten: Meeresangeln Scholle — Regeln je Küstenrevier. Maßgeblich sind die Küstenfischereiverordnung des jeweiligen Landes und das geltende EU-Recht; verbindlich ist deine Angelerlaubnis vor Ort.
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Alle Regeln, Reviere und die EU-Baglimits stehen in der Meeresangeln-Übersicht. Für einen konkreten Termin am Binnengewässer hilft der Fang-erlaubt-Checker, und das Fisch-Lexikon führt die übrigen Arten.