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Mindestmaß · alle Bundesländer

Rotauge (Plötze) (Rutilus rutilus), Seitenansicht — Mindestmaße im Ländervergleich
Rotauge (Plötze) · Rutilus rutilus

Mindestmaß Rotauge (Plötze): alle Bundesländer im Vergleich

Für Rotauge (Plötze) gilt in allen hier erfassten Bundesländern ein Mindestmaß von 15 Zentimetern.

Bundesland Mindestmaß Schonzeit Fundstelle
Rheinland-Pfalz 15 cm keine Schonzeit LFischVO RLP, § 17 FischGDV RP
Baden-Württemberg keine Landesregelung keine Landesregelung LFischVO BW, § 1 LFischVO BW — nicht aufgeführt
Bayern kein Mindestmaß keine Schonzeit AVBayFiG, § 11 i. V. m. Anlage Nr. 2.63
Berlin kein Mindestmaß keine Schonzeit LFischO Bln, § 8 Abs. 4 i. V. m. Anlage 2 LFischO
Brandenburg keine Landesregelung keine Landesregelung BbgFischO, § 2 Abs. 1 — nicht in der Anlage aufgeführt
Bremen kein Mindestmaß keine Schonzeit Bremische Binnenfischereiverordnung, Anlage zu § 11 Abs. 2 Nr. 19
Hamburg keine Landesregelung keine Landesregelung HmbFAnGDVO, in der HmbFAnGDVO nicht gelistet
Hessen keine Landesregelung keine Landesregelung HFischV, nicht in § 1 oder § 2 Abs. 1 HFischV (nur § 12 Besatz)
Mecklenburg-Vorpommern keine Landesregelung keine Landesregelung BiFVO M-V / KüFVO M-V, in der BiFVO M-V nicht aufgeführt
Niedersachsen kein Mindestmaß keine Schonzeit BiFischO, nur Anlage zu § 12 Abs. 3 BiFischO
Nordrhein-Westfalen keine Landesregelung keine Landesregelung LFischVO NRW, nicht in §§ 1–3 LFischVO NRW aufgeführt
Saarland kein Mindestmaß keine Schonzeit LFO SL, § 1 LFO SL
Sachsen keine Landesregelung keine Landesregelung SächsFischVO, Anlage zu § 2 Abs. 1 — nicht in der 45er-Liste enthalten
Sachsen-Anhalt keine Landesregelung keine Landesregelung FischO LSA, in §§ 2–4 FischO LSA nicht aufgeführt
Schleswig-Holstein kein Mindestmaß keine Schonzeit BiFVO SH / KüFVO SH, § 2 Abs. 1 i. V. m. Anlage 1 BiFVO
Thüringen keine Landesregelung keine Landesregelung ThürFischAVO, § 1 Abs. 1 ThürFischAVO — nicht in der Artenliste

Nach Maß sortiert; Länder ohne Maßregelung stehen am Ende. Angaben in Zentimetern, Stand Juli 2026. Ohne Gewähr.

Was die Spanne praktisch bedeutet

Die Maße für Rotauge (Plötze) fallen in den erfassten Ländern einheitlich aus. Das ist die Ausnahme — bei den meisten Arten unterscheiden sich die Werte deutlich.

In Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen sieht das Landesrecht für Rotauge (Plötze) kein Maß vor. Das bedeutet selten, dass jede Größe entnommen werden darf: Vereine und Pächter setzen dort in ihrer Gewässerordnung meist eigene Werte an, und die sind auf der Erlaubniskarte vermerkt.

Richtig messen

Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse. Im Detail unterscheiden sich die Verordnungen: Manche stellen auf die natürlich ausgebreitete, andere auf die zusammengelegte Schwanzflosse ab — die zusammengelegte ergibt ein etwas größeres Maß. Praktisch heißt das: Eine Messmatte gehört ins Gepäck, der Fisch wird nass gemessen und bei Grenzfällen zurückgesetzt. Ein zurückgesetzter maßiger Fisch kostet nichts, ein entnommener untermaßiger kann ein Bußgeld nach sich ziehen.

Steckbrief: Rotauge (Plötze)

Wiss. Name
Rutilus rutilus
Familie
Weißfische (Leuciscidae), früher zu den Karpfenfischen (Cyprinidae) gestellt
Groesse
typisch etwa 15-30 cm, kapitale Exemplare bis rund 50 cm
Gewicht
üblich etwa 100-500 g, große Fische über 1 kg, Ausnahmeexemplare bis rund 2-3 kg
Laichzeit
Frühjahr, meist April bis Mai bei Wassertemperaturen ab etwa 10 °C
Nahrung
Allesfresser: Zooplankton, Insektenlarven, Würmer und Kleinweichtiere sowie pflanzliche Kost wie Algen und Wasserpflanzen

Erkennungsmerkmale, Lebensraum, Laichzeit, die besten Köder und ähnliche Arten stehen ausführlich im Steckbrief Rotauge (Plötze).

Häufige Fragen

Wie groß muss ein Rotauge sein, damit man ihn mitnehmen darf?

In allen hier erfassten Bundesländern gilt einheitlich ein Mindestmaß von 15 Zentimetern. Kleinere Fische sind unverzüglich und schonend zurückzusetzen.

Wie wird das Maß richtig gemessen?

Von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse. Die Länder unterscheiden sich im Detail: Manche Verordnungen stellen auf die natürlich ausgebreitete Schwanzflosse ab, andere auf die zusammengelegte — Letzteres ergibt ein leicht größeres Maß. Am Bodensee beginnen und enden Schonzeiten zudem jeweils um 12 Uhr mittags. Miss im Zweifel auf einer Messmatte und setze grenzwertige Fische zurück.

Warum unterscheiden sich die Mindestmaße zwischen den Bundesländern?

Weil die Fischerei Ländersache ist: Jedes Bundesland erlässt eine eigene Fischereiverordnung und setzt die Maße nach den Verhältnissen in seinen Gewässern — Bestandsentwicklung, Wachstum und Bewirtschaftungsziele fallen regional unterschiedlich aus. Eine bundesweit einheitliche Regelung gibt es nicht.

Wie alt ist ein Rotauge beim Erreichen des Mindestmaßes?

Dazu lässt sich keine belastbare allgemeine Zahl nennen — und wir nennen deshalb keine. Das Wachstum hängt stark vom Gewässer ab: Nahrungsangebot, Wassertemperatur, Bestandsdichte und Länge der Wachstumsperiode unterscheiden sich erheblich. Dieselbe Art erreicht ein Maß in einem nährstoffreichen See deutlich schneller als in einem kalten Fließgewässer. Verlässliche Angaben liefern nur Altersbestimmungen aus dem jeweiligen Bestand.

Weiter prüfen

Die Schonzeiten für Rotauge im Ländervergleich stehen auf einer eigenen Seite. Für ein konkretes Datum beantwortet der Fang-erlaubt-Checker Maß und Schonzeit in einem Schritt.

Mindestmaß Rotauge nach Bundesland

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