Wels (Waller): Schonzeit und Mindestmaß in allen Bundesländern
Schonzeiten sind Landesrecht — für Wels (Waller) gilt in jedem Bundesland etwas anderes.
Beim Mindestmaß reicht die Spanne von 50 bis 75 Zentimeter. Diese Übersicht stellt alle 16 erfassten Länder nebeneinander, jeweils mit
Paragraph und Fassungsstand.
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Werte nach Landesrecht, Stand Juli 2026. Die Gewässerordnung kann strenger sein. Ohne Gewähr.
Was der Vergleich zeigt
Eine befristete Schonzeit für Wels (Waller) legen 1 von 16 Ländern fest
— die Startdaten reichen vom 01.05. bis zum 01.05. Ohne landesweite Schonzeit bleibenBaden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen — dort regelt in der Praxis die Gewässerordnung.
Beim Maß bedeutet die Spanne von 50 bis 75 Zentimeter konkret: Ein Wels, der in einem Land
maßig ist, kann im Nachbarland untermaßig sein. Wer über Landesgrenzen angelt, prüft deshalb
besser das Land, in dem das Gewässer liegt — und nicht das, in dem er wohnt.
In Schleswig-Holstein gelten nicht überall im Land dieselben
Werte. Je nach Gewässer oder Gebiet weichen Schonzeit oder Maß ab — die Landesseiten
führen die Abweichungen einzeln auf.
typisch 1-1,5 m, kapitale Fische über 2 m (Ausnahmeexemplare bis rund 2,7 m)
Gewicht
häufig 10-50 kg, kapitale Fische über 100 kg (dokumentierte Ausnahmen bis rund 140 kg)
Laichzeit
Frühsommer, meist Mai bis Juli bei Wassertemperaturen um 20 Grad
Nahrung
vor allem Fische, dazu Krebse, Amphibien, Insekten sowie gelegentlich Kleinsäuger und Wasservögel
Erkennungsmerkmale
Erkennungsmerkmale
Der Wels trägt einen breiten, abgeflachten Kopf mit weit gespaltenem Maul und ist an seinen sechs Barteln sofort zu erkennen: Zwei lange, bewegliche Barteln sitzen am Oberkiefer und dienen als Tastorgane, dazu kommen vier kürzere Barteln am Unterkiefer.
Charakteristisch ist der lange Afterflossensaum, der sich über den größten Teil der Körperunterseite bis zur Schwanzflosse zieht und dem Fisch sein aalartiges Hinterteil gibt. Die Haut ist vollständig schuppenlos und von einer festen Schleimschicht überzogen, die Färbung reicht meist von dunklem Oliv-Braun am Rücken bis zu einem hell marmorierten Bauch.
Lebensraum & Verhalten
Lebensraum & Verhalten
Der Wels besiedelt große, sommerwarme Flüsse und Seen mit weichem, schlammigem Grund; in Deutschland ist er etwa im Rhein, in der Donau und in vielen Talsperren und Baggerseen heimisch, verwandte Bestände reichen bis ins Po-System Norditaliens. Als Standfisch bezieht er feste Plätze in tiefen Gumpen, Kolken, Uferauskolkungen und an versunkenem Holz.
Tagsüber ruht der Wels meist versteckt am Grund und wird vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv, wenn er zum Fressen in flachere Bereiche und ans Ufer zieht. Als Spitzenräuber des Gewässers nutzt er seine Barteln und sein feines Gehör, um Beute auch bei trübem Wasser und Dunkelheit sicher aufzuspüren.
Laichzeit & Schonung
Laichzeit & Schonzeit
Der Wels ist ein Frühsommerlaicher und beginnt mit dem Ablaichen, sobald sich das Wasser auf etwa 20 Grad erwärmt hat, in Mitteleuropa meist zwischen Mai und Juli. Das Männchen legt in flachen, pflanzenreichen Uferzonen eine Laichgrube an, in die der Rogen abgegeben wird.
Nach der Eiablage bleibt das Männchen am Gelege und bewacht es bis zum Schlupf der Brut gegen Fressfeinde. Eine gesetzliche Schonzeit für den Wels regeln die Bundesländer unterschiedlich: Manche Länder wie Schleswig-Holstein schützen ihn im Frühsommer, andere führen weder Schonzeit noch Mindestmaß. Die jeweils gültigen Termine und Mindestmaße legen die Länder fest und sollten vor dem Angeln geprüft werden.
Fangen: Zeit, Koeder, Methode
Beste Fangzeit, Köder & Methode
Die beste Zeit für den Wels sind die warmen Sommernächte, wenn die Fische aktiv auf Nahrungssuche in flachere Zonen ziehen. Als Köder bewähren sich große Köderfische, dicke Tauwurmbündel und Boilies, die beim klassischen Ansitz am Grund oder unter einer Unterwasserpose angeboten werden.
Eine traditionelle Methode ist das Klopfen mit dem Waller-Holz, das an der Wasseroberfläche einen lockenden Klang erzeugt und neugierige Welse anlockt. Auch das vertikale Angeln vom Boot direkt über den Standplätzen bringt gute Fänge. Wegen der Kraft und Größe der Fische gehören starkes Gerät, ein großer Kescher und passendes Landewerkzeug zur Grundausstattung.
Verwechslungsarten
Verwechslungsarten
Der Wels ist unter den heimischen Fischen praktisch unverwechselbar. Die sechs Barteln, der breite flache Kopf, die schuppenlose Haut und der lange Afterflossensaum bilden eine Merkmalskombination, die kein anderer einheimischer Süßwasserfisch trägt.
Auch die schiere Größe kapitaler Exemplare grenzt ihn eindeutig von allen anderen Arten ab. Wer Kopfform, Barteln und den langen Flossensaum an der Unterseite beachtet, bestimmt den Wels am Wasser zweifelsfrei.
Vom 11. August 2020, in Kraft seit 25. September 2020; § 1 seither unverändert
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Wels?
Das hängt vom Bundesland ab — Schonzeiten sind Landesrecht. 1 der 16 hier erfassten Länder legen für Wels (Waller) eine befristete Schonzeit fest; die Startdaten reichen vom 01.05. bis zum 01.05. Die Tabelle oben nennt jeden Zeitraum mit Fundstelle.
Wie groß muss ein Wels sein, damit man ihn mitnehmen darf?
Auch das Mindestmaß ist Landesrecht und reicht über die erfassten Länder von 50 bis 75 Zentimeter. Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse.
Gilt die Schonzeit für Wels im ganzen Bundesland?
Nicht überall. In Schleswig-Holstein gelten für Wels (Waller) in bestimmten Gewässern oder Gebieten abweichende Regeln — etwa an der Küste, in einzelnen Flusssystemen oder in Gewässern mit eigenem Regelwerk. Die jeweilige Landesseite führt die Abweichungen einzeln auf. Genau diese Einschränkungen fehlen in vielen Schonzeiten-Tabellen.
Wann und womit fängt man Wels am besten?
Die beste Zeit für den Wels sind die warmen Sommernächte, wenn die Fische aktiv auf Nahrungssuche in flachere Zonen ziehen. Als Köder bewähren sich große Köderfische, dicke Tauwurmbündel und Boilies, die beim klassischen Ansitz am Grund oder unter einer Unterwasserpose angeboten werden.
Wie unterscheide ich Wels von ähnlichen Arten?
Der Wels ist unter den heimischen Fischen praktisch unverwechselbar. Die sechs Barteln, der breite flache Kopf, die schuppenlose Haut und der lange Afterflossensaum bilden eine Merkmalskombination, die kein anderer einheimischer Süßwasserfisch trägt.