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Schonzeit · alle Bundesländer

Flussbarsch (Perca fluviatilis), Seitenansicht — Schonzeit und Mindestmaß im Überblick
Flussbarsch · Perca fluviatilis

Flussbarsch: Schonzeit und Mindestmaß in allen Bundesländern

Schonzeiten sind Landesrecht — für Flussbarsch gilt in jedem Bundesland etwas anderes. Beim Mindestmaß reicht die Spanne von 10 bis 17 Zentimeter. Diese Übersicht stellt alle 16 erfassten Länder nebeneinander, jeweils mit Paragraph und Fassungsstand.

Heute

Die tagesaktuelle Auswertung wird beim Laden berechnet.

Bundesland Schonzeit Maß / Fenster Fundstelle
Baden-Württemberg keine Landesregelung keine Landesregelung LFischVO BW, § 1 LFischVO — in der Artenliste nicht aufgeführt
Bayern keine Schonzeit kein Mindestmaß AVBayFiG, § 11 i. V. m. Anlage Nr. 2.56
Berlin keine Schonzeit kein Mindestmaß LFischO Bln, § 8 Abs. 4 i. V. m. Anlage 2 LFischO
Brandenburg keine Landesregelung keine Landesregelung BbgFischO, § 2 Abs. 1 i. V. m. Anlage zu § 2 — Art nicht aufgeführt
Bremen 01.02.–15.05. 15 cm Bremische Binnenfischereiverordnung, § 4 Abs. 1 Nr. 1 a (Schonzeit); § 3 Abs. 2 Nr. 3 (Mindestmaß)
Hamburg keine Schonzeit 10–35 cm HmbFAnGDVO, § 7 Abs. 1 i. V. m. Anlage 1 (Fenster)
Hessen keine Landesregelung keine Landesregelung HFischV, nicht in § 1 und nicht in § 2 Abs. 1 HFischV gelistet
Mecklenburg-Vorpommern keine Schonzeit 17 cm BiFVO M-V / KüFVO M-V, § 4 Nr. 5 BiFVO M-V
Niedersachsen keine Landesregelung keine Landesregelung BiFischO, nicht in §§ 2, 3, 4 BiFischO aufgeführt
Nordrhein-Westfalen keine Landesregelung keine Landesregelung LFischVO NRW, nicht in §§ 1, 2, 3 LFischVO aufgeführt
Rheinland-Pfalz keine Schonzeit kein Mindestmaß LFischVO RLP, nicht in § 17 und § 20 LFischVO (nur § 33 Besatz)
Saarland keine Schonzeit kein Mindestmaß LFO SL, § 1 (einheimische Art); nicht in § 2 und § 4 LFO
Sachsen keine Landesregelung keine Landesregelung SächsFischVO, Anlage zu § 2 Abs. 1 — in der abschließenden Liste nicht enthalten
Sachsen-Anhalt keine Landesregelung keine Landesregelung FischO LSA, in §§ 2–4 FischO LSA nicht aufgeführt
Schleswig-Holstein keine Schonzeit kein Mindestmaß BiFVO SH / KüFVO SH, § 2 Abs. 1 i. V. m. Anlage 1 BiFVO
Thüringen keine Landesregelung keine Landesregelung ThürFischAVO, § 1 Abs. 1 ThürFischAVO — nicht in der Artenliste

Werte nach Landesrecht, Stand Juli 2026. Die Gewässerordnung kann strenger sein. Ohne Gewähr.

Was der Vergleich zeigt

Eine befristete Schonzeit für Flussbarsch legen 1 von 16 Ländern fest — die Startdaten reichen vom 01.02. bis zum 01.02. Ohne landesweite Schonzeit bleibenBaden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen — dort regelt in der Praxis die Gewässerordnung.

Beim Maß bedeutet die Spanne von 10 bis 17 Zentimeter konkret: Ein Barsch, der in einem Land maßig ist, kann im Nachbarland untermaßig sein. Wer über Landesgrenzen angelt, prüft deshalb besser das Land, in dem das Gewässer liegt — und nicht das, in dem er wohnt.

Eine Besonderheit: In Hamburg (10–35 cm) gilt ein Entnahmefenster. Dort sind auch besonders große Exemplare zu schonen, weil sie die laichstärksten Tiere im Bestand sind.

In Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein gelten nicht überall im Land dieselben Werte. Je nach Gewässer oder Gebiet weichen Schonzeit oder Maß ab — die Landesseiten führen die Abweichungen einzeln auf.

Steckbrief: Flussbarsch

Wiss. Name
Perca fluviatilis
Familie
Echte Barsche (Percidae)
Groesse
meist 15-35 cm, kapitale Exemplare bis etwa 50 cm
Gewicht
üblich 100-800 g, große Fische über 1 kg, ausnahmsweise bis rund 2 kg
Laichzeit
März bis Juni (je nach Region und Wassertemperatur ab etwa 8-12 °C)
Nahrung
Raubfisch: Kleinfische, Insektenlarven, Krebstiere und Würmer; Jungbarsche fressen Zooplankton

Erkennungsmerkmale

Merkmale

Der Flussbarsch hat einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper mit grünlich-brauner Grundfärbung. Kennzeichnend sind die 6 bis 9 dunklen Querbänder an den Flanken, die ihm ein markantes, gut erkennbares Muster verleihen.

Die erste der beiden Rückenflossen trägt kräftige Stachelstrahlen und zeigt am hinteren Rand oft einen dunklen Fleck. Die Bauch- und Afterflossen sowie die untere Schwanzflosse sind rötlich gefärbt, was den Barsch schon beim Landen unverwechselbar macht.

Lebensraum & Verhalten

Lebensraum

Der Flussbarsch ist ein ausgesprochen anpassungsfähiger Fisch und besiedelt Seen, langsam fließende Flüsse, Kanäle und Teiche. Er kommt vom Flachland bis in höhere Lagen vor und toleriert sogar leichtes Brackwasser.

Als Schwarmfisch hält er sich gern an Strukturen und Kanten auf: an Krautfeldern, Steinpackungen, versunkenem Holz, Buhnen und Uferabbrüchen. Dort lauern die Schwärme auf Beute und lassen sich vom Angler gezielt suchen.

Laichzeit & Schonung

Laichzeit

Der Flussbarsch ist ein Frühjahrslaicher und laicht je nach Wassertemperatur von März bis Juni im flachen Uferbereich. Die Weibchen legen ihre Eier in langen, netzartigen Gallertschnüren, den sogenannten Laichbändern, an Wasserpflanzen, Ästen und Steinen ab.

Eine bundesweit einheitliche Schonzeit besteht für den Flussbarsch in Deutschland meist nicht; die Regelungen sind Sache der Länder und einzelner Gewässer. Angler prüfen daher vor dem Ansitz die jeweils gültige Landesfischereiverordnung und die Bestimmungen des Gewässers, um während der Laichzeit rechtssicher zu handeln.

Fangen: Zeit, Koeder, Methode

Fangen

Der Barsch beißt das ganze Jahr über gut und zählt zu den dankbarsten Zielfischen für Einsteiger wie für Spezialisten. Bewährt haben sich kleine Kunstköder wie Gummifische, kleine Spinner und Wobbler sowie natürliche Köder wie Tauwurm und Made.

Besonders fängig ist das Dropshot-Rig, mit dem sich der Köder verführerisch über Grund anbieten lässt. Wer aktive Barschschwärme findet und den Köder konsequent an Kanten und Strukturen führt, fängt oft mehrere Fische hintereinander.

Verwechslungsarten

Verwechslung

Vom Zander unterscheidet sich der Flussbarsch durch den hochrückigen Körper und die auffälligen Querbänder. Der Zander ist deutlich schlanker und langgestreckter, hell mit senkrechten Fleckenreihen gezeichnet und trägt kräftige Fangzähne im Maul.

Der nah verwandte Kaulbarsch bleibt klein und zeigt eine durchgehend verbundene Rückenflosse ohne die deutlichen Querbänder; seine Färbung ist graubraun und marmoriert. Die rötlichen Bauchflossen und das klare Bänder­muster machen den Flussbarsch dagegen gut kenntlich.

Ähnliche Arten im Steckbrief: Zander

Fischkundliche Quellen: Wikipediadeutschlands-natur.debiologie-schule.de

Quellen je Bundesland

BundeslandVerordnungFassung
Baden-Württemberg LFischVO BW Fassung vom 3. April 1998, zuletzt geändert durch Verordnung vom 18. Januar 2022 (GBl. S. 50)
Bayern AVBayFiG Fassung der Bekanntmachung vom 10. Mai 2004, Anlage in der ab 1. Juni 2025 geltenden Fassung
Berlin LFischO Bln Vom 12. Dezember 2001, zuletzt geändert durch Verordnung vom 27. Oktober 2025, gültig ab 21. November 2025
Brandenburg BbgFischO Fassung vom 14. November 1997, zuletzt geändert durch Artikel 81 des Gesetzes vom 5. März 2024
Bremen Bremische Binnenfischereiverordnung Vom 30. September 2011, seit dem 3. November 2011 in Kraft; am 19. Juli 2026 geltende Fassung
Hamburg HmbFAnGDVO Vom 4. Juni 2019, zuletzt geändert am 1. Februar 2022; Anlagen 1 und 2 seit 2019 unverändert
Hessen HFischV Vom 14. April 2023 (GVBl. Nr. 15 vom 28. April 2023, S. 318), zuletzt geändert am 16. Dezember 2025 (Änderung betrifft die Schonzeiten-Tabelle nicht)
Mecklenburg-Vorpommern BiFVO M-V / KüFVO M-V BiFVO zuletzt geändert am 27. Januar 2011; KüFVO zuletzt geändert am 21. Januar 2022
Niedersachsen BiFischO Vom 6. Juli 1989, zuletzt geändert durch Verordnung vom 22. Dezember 2005 (Novellierung zuletzt im November 2023 vertagt)
Nordrhein-Westfalen LFischVO NRW Vom 9. März 2010 (GV. NRW. S. 172), zuletzt geändert durch Verordnung vom 1. Juli 2026 (GV. NRW. S. 414), Fassung gültig ab 3. Juli 2026
Rheinland-Pfalz LFischVO RLP Vom 14. Oktober 1985, fischartbezogene §§ 17–20 zuletzt geändert mit Wirkung ab 13. Mai 2021
Saarland LFO SL Vom 5. Februar 2020, gültig ab 28. Februar 2020; am 19. Juli 2026 in Kraft
Sachsen SächsFischVO Vom 22. April 2022 (SächsGVBl. S. 318), gültig ab 1. Juni 2022
Sachsen-Anhalt FischO LSA Vom 11. Januar 1994, zuletzt geändert durch Verordnung vom 6. März 2013; §§ 2–4 gültig ab 16. März 2013
Schleswig-Holstein BiFVO SH / KüFVO SH BiFVO: Anlage 1 neu gefasst durch Verordnung vom 26. Mai 2021, gültig ab 9. Juli 2021. KüFVO: zuletzt geändert am 16. Dezember 2025
Thüringen ThürFischAVO Vom 11. August 2020, in Kraft seit 25. September 2020; § 1 seither unverändert

Häufige Fragen

Wann ist die Schonzeit bei Barsch?

Das hängt vom Bundesland ab — Schonzeiten sind Landesrecht. 1 der 16 hier erfassten Länder legen für Flussbarsch eine befristete Schonzeit fest; die Startdaten reichen vom 01.02. bis zum 01.02. Die Tabelle oben nennt jeden Zeitraum mit Fundstelle.

Wie groß muss ein Barsch sein, damit man ihn mitnehmen darf?

Auch das Mindestmaß ist Landesrecht und reicht über die erfassten Länder von 10 bis 17 Zentimeter. In Hamburg gilt zusätzlich ein Höchstmaß — dort darf nur entnommen werden, was in das Entnahmefenster fällt. Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse.

Gilt die Schonzeit für Barsch im ganzen Bundesland?

Nicht überall. In Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein gelten für Flussbarsch in bestimmten Gewässern oder Gebieten abweichende Regeln — etwa an der Küste, in einzelnen Flusssystemen oder in Gewässern mit eigenem Regelwerk. Die jeweilige Landesseite führt die Abweichungen einzeln auf. Genau diese Einschränkungen fehlen in vielen Schonzeiten-Tabellen.

Wann und womit fängt man Barsch am besten?

Der Barsch beißt das ganze Jahr über gut und zählt zu den dankbarsten Zielfischen für Einsteiger wie für Spezialisten. Bewährt haben sich kleine Kunstköder wie Gummifische, kleine Spinner und Wobbler sowie natürliche Köder wie Tauwurm und Made.

Wie unterscheide ich Barsch von ähnlichen Arten?

Vom Zander unterscheidet sich der Flussbarsch durch den hochrückigen Körper und die auffälligen Querbänder. Der Zander ist deutlich schlanker und langgestreckter, hell mit senkrechten Fleckenreihen gezeichnet und trägt kräftige Fangzähne im Maul.

Weiter prüfen

Wie du Barsch fängst — Methoden, Köder und Montage — steht im Barsch-Angeln-Guide. Für ein konkretes Datum beantwortet der Fang-erlaubt-Checker die Frage in einem Schritt. Das Mindestmaß für Barsch im Ländervergleich steht auf einer eigenen Seite.

Barsch nach Bundesland

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