Renke (Maräne, Felchen): Schonzeit und Mindestmaß in allen Bundesländern
Schonzeiten sind Landesrecht — für Renke (Maräne, Felchen) gilt in jedem Bundesland etwas anderes.
Beim Mindestmaß reicht die Spanne von 25 bis 30 Zentimeter. Diese Übersicht stellt alle 16 erfassten Länder nebeneinander, jeweils mit
Paragraph und Fassungsstand.
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ThürFischAVO, § 1 Abs. 1 – Art in der Tabelle nicht aufgeführt
Werte nach Landesrecht, Stand Juli 2026. Die Gewässerordnung kann strenger sein. Ohne Gewähr.
Was der Vergleich zeigt
Eine befristete Schonzeit für Renke (Maräne, Felchen) legen 6 von 16 Ländern fest
— die Startdaten reichen vom 01.10. bis zum 15.10. Ganzjährig geschont und damit gar nicht entnehmbar ist die Art in Hessen. Ohne landesweite Schonzeit bleibenBremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen — dort regelt in der Praxis die Gewässerordnung.
Beim Maß bedeutet die Spanne von 25 bis 30 Zentimeter konkret: Ein Renke, der in einem Land
maßig ist, kann im Nachbarland untermaßig sein. Wer über Landesgrenzen angelt, prüft deshalb
besser das Land, in dem das Gewässer liegt — und nicht das, in dem er wohnt.
In Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein gelten nicht überall im Land dieselben
Werte. Je nach Gewässer oder Gebiet weichen Schonzeit oder Maß ab — die Landesseiten
führen die Abweichungen einzeln auf.
meist 25–45 cm, ausnahmsweise bis rund 70 cm; die Kleine Maräne bleibt bei etwa 25 cm (maximal 35 cm)
Gewicht
überwiegend 300 g bis 1,5 kg; große Bodenrenken und Große Maränen erreichen mehrere Kilogramm
Laichzeit
November bis Januar bei den Alpenseepopulationen, Oktober bis Dezember bei den norddeutschen Maränen
Nahrung
Zooplankton bei den Schwebrenken; Insektenlarven, Würmer und Schnecken bei den Bodenrenken
Erkennungsmerkmale
Merkmale
Die Renke hat einen schlanken, seitlich abgeflachten Körper mit heringsartigem Umriss, kleinem, spitz zulaufendem Kopf und großen, leicht ablösbaren Schuppen. Der Rücken ist blaugrün bis dunkelgrün gefärbt, Flanken und Bauch glänzen silbrig-weiß. Als Salmonide trägt sie zwischen Rücken- und Schwanzflosse eine Fettflosse, die sie sicher von Heringen und Weißfischen abgrenzt.
Die Maulstellung variiert je nach ökologischer Form: Schwebrenken haben ein end- bis oberständiges Maul, das zum Aufnehmen von Plankton im Freiwasser passt, Bodenrenken ein unterständiges Maul für die Nahrungssuche am Grund. Zur sicheren Artbestimmung dienen die Kiemenreusendornen, deren Anzahl, Form und Anordnung von Art zu Art abweichen. Die Große Maräne trägt am ersten Kiemenbogen 20 bis 29 dieser kurzen Dornen.
Lebensraum & Verhalten
Lebensraum
Renken besiedeln große, tiefe, klare und nährstoffarme Seen. Im Süden sind das die Alpen- und Voralpenseen wie Bodensee, Chiemsee, Ammersee, Starnberger See, Kochelsee und Schluchsee, dazu tiefe Talsperren im Mittelgebirge. Im Norden und Osten leben Kleine und Große Maräne in den Seen Mecklenburg-Vorpommerns, Brandenburgs und Schleswig-Holsteins, im Leipziger Neuseenland auch in gefluteten Tagebauseen.
Innerhalb des Sees teilen sich zwei ökologische Formen den Raum: Schwebrenken ziehen als Schwarm durchs Freiwasser und folgen dem Plankton, Bodenrenken halten sich in Grundnähe auf und suchen dort nach Insektenlarven und Kleintieren. Einzelne Formen stehen bis in Tiefen von über hundert Metern. Die Große Maräne kommt außerdem als Wanderform im Brackwasser der Ostsee vor und steigt zum Laichen in Flüsse auf.
Laichzeit & Schonung
Laichzeit
Die Alpenseepopulationen laichen von November bis Januar, die norddeutschen Maränen von Oktober bis Dezember. Die Kleine Maräne beginnt meist im November und Dezember, sobald das Wasser auf vier bis sieben Grad abgekühlt ist. Die Fische sammeln sich dazu in großen Schwärmen und geben ihre Eier über Kies- und Sandgrund ab, je nach Art in flachem Uferwasser oder in mehreren Dutzend Metern Tiefe.
Die Eier entwickeln sich über den Winter am Grund, die Brut schlüpft im zeitigen Frühjahr. Geschlechtsreif werden Renken früh, die Kleine Maräne bereits mit zwei bis drei Jahren. Weil die Laichzeit in den Spätherbst und Winter fällt, greifen in den meisten Bundesländern in diesem Zeitraum Schonzeiten; die genauen Termine je Bundesland findest du unter /schonzeit/renke/.
Fangen: Zeit, Koeder, Methode
Fangen
Die Hauptmethode ist das Angeln mit der Hegene, einem Paternostersystem mit drei bis fünf kurzen Seitenarmen und kleinen Nymphen auf Haken der Größen 12 bis 16. Gefischt wird überwiegend vertikal vom Boot oder unter einer Laufpose, ergänzt durch Steg- und Uferstellen mit schnellem Tiefenabfall. Ein Echolot verkürzt die Suche nach dem Schwarm erheblich. Die besten Zeiten liegen im Frühjahr ab dem Zuckmückenschlupf, im Frühsommer und noch einmal im September.
Rechtlich ist die Renke in vielen Bundesländern geschützt: Schonzeiten bestehen in Baden-Württemberg (15.10.–10.01.), Bayern (15.10.–31.12.) sowie in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen (jeweils 01.10.–31.12.). In Hessen ist die Art ganzjährig geschont. Das Mindestmaß liegt in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein bei 30 cm, in Rheinland-Pfalz bei 25 cm; alle Werte im Detail stehen unter /mindestmass/renke/. Am Bodensee gilt zusätzlich das seit 2024 laufende Felchen-Moratorium der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz, das bis Ende 2026 wirkt und ab Mai 2027 eine eng begrenzte Entnahme vorsieht.
Verwechslungsarten
Verwechslung
Innerhalb der Gattung Coregonus sind Verwechslungen die Regel, weil sich die Arten äußerlich stark ähneln. Am Bodensee erreichen Blaufelchen rund 50 cm, während der Gangfisch bei etwa 32 cm bleibt; im Norden unterscheidet man Kleine und Große Maräne unter anderem an der Größe und am leicht vorstehenden Unterkiefer der Kleinen Maräne. Sicher trennen lassen sich die Arten über die Kiemenreusendornen, weshalb regionale Bestimmungshilfen deiner Fischereibehörde die beste Grundlage bilden.
Gegenüber anderen Familien ist die Renke gut abzugrenzen: Die Fettflosse trennt sie eindeutig von Heringen, Weißfischen und Barschartigen. Von Forelle, Saibling und Äsche unterscheidet sie der einheitlich silbrige Körper ohne kräftige Punktzeichnung sowie die kleine, kurze Rückenflosse; die Äsche trägt zusätzlich ihre auffällig große Fahne. Junge Renken werden gelegentlich mit Ukelei oder jungen Maifischen verwechselt, doch beiden fehlt die Fettflosse.
Vom 11. August 2020, in Kraft seit 25. September 2020; § 1 seither unverändert
Häufige Fragen
Wann ist die Schonzeit bei Renke?
Das hängt vom Bundesland ab — Schonzeiten sind Landesrecht. 6 der 16 hier erfassten Länder legen für Renke (Maräne, Felchen) eine befristete Schonzeit fest; die Startdaten reichen vom 01.10. bis zum 15.10. In 1 Land ist die Art ganzjährig geschont. Die Tabelle oben nennt jeden Zeitraum mit Fundstelle.
Wie groß muss ein Renke sein, damit man ihn mitnehmen darf?
Auch das Mindestmaß ist Landesrecht und reicht über die erfassten Länder von 25 bis 30 Zentimeter. Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse.
Gilt die Schonzeit für Renke im ganzen Bundesland?
Nicht überall. In Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein gelten für Renke (Maräne, Felchen) in bestimmten Gewässern oder Gebieten abweichende Regeln — etwa an der Küste, in einzelnen Flusssystemen oder in Gewässern mit eigenem Regelwerk. Die jeweilige Landesseite führt die Abweichungen einzeln auf. Genau diese Einschränkungen fehlen in vielen Schonzeiten-Tabellen.
Wann und womit fängt man Renke am besten?
Die Hauptmethode ist das Angeln mit der Hegene, einem Paternostersystem mit drei bis fünf kurzen Seitenarmen und kleinen Nymphen auf Haken der Größen 12 bis 16. Gefischt wird überwiegend vertikal vom Boot oder unter einer Laufpose, ergänzt durch Steg- und Uferstellen mit schnellem Tiefenabfall.
Wie unterscheide ich Renke von ähnlichen Arten?
Innerhalb der Gattung Coregonus sind Verwechslungen die Regel, weil sich die Arten äußerlich stark ähneln. Am Bodensee erreichen Blaufelchen rund 50 cm, während der Gangfisch bei etwa 32 cm bleibt; im Norden unterscheidet man Kleine und Große Maräne unter anderem an der Größe und am leicht vorstehenden Unterkiefer der Kleinen Maräne.